Bis demnächst in Flores

Henry in Flores

Ein Jahr in Flores - es war eine gute Zeit.

Zwölf Grad, grauer Himmel und Nieselregen. Na toll! Demonstrativ zeigt mir Hamburg bei meiner Ankunft, dass ich wieder da bin!

Nach einem Jahr im SOS-Kinderdorf Flores ist mir der Abschied nicht leicht gefallen. Unwillkürlich kommen mir immer wieder Bilder in den Kopf, ich denke an die Ausflüge, die wir gemacht haben, die indonesische Landschaft, die faszinierende Kultur, bewundernswerte Menschen, die ich kennengelernt habe, und vor allem die Kinder, denen ich nicht nur Englisch, Deutsch und Taekwondo beibringen, sondern vor allem großer Bruder sein durfte. Kaka Henry – großer Bruder Henry – der Name, den sie mir gegeben haben, war für mich von Anfang an eine Ehre! Und so, wie ich ihnen etwas beibringen konnte, haben sie mir Tag für Tag Neues gezeigt, angefangen bei ihrer Sprache Indonesisch, bis hin zu ihrer Art, trotz aller Widrigkeiten das Leben zu meistern.

Zum Abschied haben die Kinder mit Henry noh einaml eine Tag am Strand verbracht.

Zum Abschied haben alle zusammen nochmal einen Tag am Strand verbracht.

Bevor ich ins Flugzeug gestiegen bin, hatte es eine Woche lang fast jeden Abend eine kleine Abschiedsfeier gegeben. Am letzten Tag im SOS-Kinderdorf Flores haben wir uns, wie einige Male zuvor, bepackt mit Kochbananen, Cassava und Fischen auf dem Weg zum Strand gemacht, um dort zu grillen. Aber natürlich war an diesem Tag nichts wie bei unseren vorherigen Ausflügen. Abschied lag in der Luft!

Erst jetzt, wo ich wieder in Hamburg bin, wird mir klar, wieviel mir dieses eine Jahr gegeben hat. Im SOS-Kinderdorf bin ich innerhalb kurzer Zeit Mitglied dieser riesigen und außergewöhnlichen Familie geworden. Ich gehörte einfach dazu.

Jetzt schreibe ich meinen indonesischen Freunden aus der Ferne und freue mich zu hören, was gerade so passiert in „meinem“ Kinderdorf. Bis ich mich selbst wieder auf die Reise machen werde! Noch weiß ich nicht, wann und wie, aber der Tag wird kommen!

Sieg verschoben

fußball-team

Tapfer, aber enttäuscht: die Fußballspieler des SOS-Kinderdorfes Flores

„Ist nicht so schlimm…dann halt beim nächsten Mal…“ Tapfer trösten sich die Jungs des SOS-Fußballteams über die Niederlage hinweg, aber enttäuscht hören sie sich schon an. Wie ich beim letzten Mal geschrieben hatte, wurde vor Kurzem der SOS-Cup ausgespielt. Die Grundschulen der Umgebung sowie die Mannschaft des SOS-Kinderdorfes Flores traten gegeneinander an. Weiterlesen

Fußballhelden

Aufgeregt und voller Hoffnung auf den Pokal betritt das Fußball-Team von SOS-Flores den Platz.

Aufgeregt und voller Hoffnung auf den Pokal betritt das Fußball-Team von SOS Flores den Platz.

“Dieses Jahr gewinnen wir aber!”
Nong und seine Freunde stehen verschwitzt vor dem großen, goldenen Pokal.
Auf seinem Sockel steht: “SOS-Cup 2005, Juara 1”
Es war der bislang letzte Pokal, den das SOS-Flores-Team beim alljährlichen Fußballturnier, an dem regelmäßig sämtliche Grundschulen der Umgebung teilnehmen, gewonnen hatte. Weiterlesen

Festmahl für die Großmutter

Papaya1

Für das Lieblingsessen der Oma ernten Hilde und ihre SOS-Schwester Papaya-Blüten.

Hilde und ihre SOS-Schwester Erna stellen sich auf die Zehenspitzen. Noch ein wenig höher und sie erreichen ihr Ziel: Mit einem Jolok, einem an einem Bambusstab befestigtem Messer, pflücken sie Papayablüten und -blätter. Außerdem brauchen sie Kassavablätter und –wurzeln, aber an die kommen sie einfacher heran; die Pflanzen wachsen nah am Boden. Jetzt fehlen noch die Tamarinden. Zum Glück steht ein großer Baum direkt im Kinderdorf. Weiterlesen

Camping

Camping auf Flores: Kinder kochen am Lagerfeuer Nasi Goreng.

Camping auf Flores: Kinder kochen am Lagerfeuer Nasi Goreng.

Geschirr? Kerzen? Decken? Ano vergewissert sich noch einmal, dass er nichts vergessen hat, schultert seinen Rucksack und macht sich gemeinsam mit seinen Freunden auf zum Sportplatz.
Seit Tagen ist Ano schon aufgeregt und heute ist es endlich soweit. Es sind Schulferien auf Flores und Ano wird zusammen mit den anderen Grundschülern des SOS-Kinderdorfes Flores auf ihrem Sportplatz campen.

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Schlange mit Stacheln

henry beim wandern

Schlange in Sicht? Zwar gibt es in der Nähe vom Kinderdorf Flores keine großen wilden Tiere, aber kleinere schon...

Was für eine Aussicht: Die Bucht von Maumere liegt mit ihren vielen Inseln unter uns. Eine steppenartige Landschaft, geprägt von Cashew- und Kokosnußbäumen. Ganz klein, als grüne Oase, sieht man das SOS-Kinderdorf Flores. Weiterlesen

Müde und satt

Waage

Nicht gerade gemütlich, aber dafür sagt die Waage, ob das Normalgewicht erreicht ist. Und hinterher gibt es Milchreis.

Nong schaut skeptisch. Seine Mutter hat ihn in die Wiegehose der großen Waage gesteckt, die im Posyando, dem SOS-Sozialzentrum, in Margareipun steht.  Margareipun ist ein kleines Bergdorf, nicht weit vom SOS-Kinderdorf entfernt. Das Sozialzentrum ist in einem kleinen einfachen blauen Häuschen mit großer Terrasse untergebracht. Hier bekommen Familien Unterstützung, die in Not geraten sind. Das ist die Idee der SOS-Familienhilfe: Familien soweit unter die Arme zu greifen, dass sie wieder ein eigenständiges Leben führen können. Weiterlesen

„Umjubelter Donnerstag“

Henry Meer

Den umjubelten Donnerstag genießen alle.

Schule ist manchmal wirklich anstrengend: Den halben Tag lernt man im Klassenraum, anschließend gibt es einen Haufen Hausaufgaben und dann auch noch Klausuren. Da braucht man irgendein Ventil. Es ist deshalb kein Wunder, dass sich das gesamte Kinderdorf (inklusive mir) jede Woche erneut auf den Kamis Ceria, den “umjubelten Donnerstag”, freut, an dem wir gemeinsam an den Strand gehen, der keine fünf Minuten entfernt ist. Weiterlesen

Ein erstes Aufwiedersehen

kindergartenVor ein paar Tagen war es soweit. Im Kindergarten des SOS-Kinderdorfes Flores begannen die Sommerferien und für die größeren Kinder bedeutete das Abschied nehmen. Sie fiebern schon seit einer Weile gespannt ihrer Einschulung im September entgegen. Weiterlesen

Bibliothek auf zwei Rädern

Wenn die Bibliothek der SOS-Familienstärkung anrollt, ist der Andrang groß.

Wenn die SOS-Bibliothek anrollt, ist der Andrang groß.

Kochbücher, Märchenbücher, Sachbücher, Bilderbücher – die Kinder und auch ihre Eltern stürzen sich jedes Mal voller Begeisterung auf alles, was die „Perpustakaan Motor“, die Bibliothek auf Rädern der SOS-Familienstärkung, ihnen anzubieten hat. Weiterlesen