
Dienstgänge und -reisen bedeuten oft lange Wege
Die Arbeitskultur in Ostafrika und Deutschland unterscheidet sich sehr. Und auch in den verschiedenen Ländern Ostafrikas gibt es große Unterschiede. In Tansania zum Beispiel geht alles etwas gelassener zu, in Kenia dagegen oft sehr rasant. Trotzdem ist es auch nicht ganz falsch, wenn es heißt, dass die Afrikaner es mit Zeit oder Pünktlichkeit nicht so genau nehmen. Mittagspausen können tatsächlich schon mal zwei Stunden dauern, Treffen fangen verspätet an, weil nicht alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer pünktlich kommen, und ab und zu arbeitet man auch mal langsamer. Weiterlesen →

SOS-Mitarbeiter in Kakiri/ Uganda
Ich mache mir sehr viele Gedanken über die Arbeit der SOS-Kinderdörfer in Ostafrika, vor allem über die SOS-Familienhilfe oder Family Strengthening Programs, wie sie im Englischen genannt werden. Sie soll die Grundlage dafür schaffen, dass Kinder ihren Familienverband nicht verlieren. Es ist eine präventive Arbeit.
Ich habe schon einige Familienhilfe-Programme gesehen und versuche, generelle Muster zu erkennen. Weiterlesen →

Dr. Abdullahi
Heute muss ich Euch von einem sehr traurigen Ereignis berichten, das mich mehr mitnimmt, als ich dachte.
Könnt Ihr Euch noch an den Text „Helden“ erinnern, in dem ich von meinem Besuch in dem SOS-Medizinischen Zentrum in Mogadischu berichtet habe? Ich habe von Dr. Abdullahi Hussein erzählt, dem Leiter der Klinik.
Dr. Abdullahi Hussein, einer der Helden von SOS Somali, ist letzte Woche an einem Schlaganfall gestorben. Die Kolleginnen und Kollegen haben noch versucht, ihn aus Mogadischu zu evakuieren, um ihn in ein Krankenhaus in Nairobi zu bringen. Aber es war zu spät. Weiterlesen →

Slum in Djibouti
Exit-Strategie – was ist das? Eine Exit-Strategie ist ein in der Entwicklungszusammenarbeit geläufiger Begriff, der besagt, dass die Unterstützung von Menschen, Projekten oder auch Ländern zeitlich begrenzt sein muss, um zu verhindern, dass eine Abhängigkeit entsteht. Das klingt sehr trocken, nicht wahr?
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Dakar
Der Präsident der SOS-Kinderdörfer, Helmut Kutin, hat vor kurzem die Region Ostafrika besucht. Bei einem Treffen im Regionalbüro forderte er uns mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf, uns weiterhin für die Kinder einzusetzen, deren Leben von Armut geprägt ist. Aber er sprach nicht nur von Armut im Sinne von geringem Einkommen, hoher Kindersterblichkeitsrate, Mangel an Obdach oder Nahrungsmitteln. Nein, er sagte: „Armut ist am schlimmsten, wenn ein Kind alleine und verlassen ist und niemanden hat, der sich sorgt und kümmert.“ Weiterlesen →

Ein Arzt der SOS-Kinderdörfer untersucht ein Baby im Medizinischen Zentrum Mogadischu
Ich mag den Begriff „Held“ nicht, weil ich damit immer fiktive Personen aus Comics oder Sagen verbinde, die nur unserer Fantasie entspringen. Ich mag auch kein Eigenlob, da ich davon überzeugt bin, dass, wenn man etwas gut tut, dies auch von anderen entdeckt und wertgeschätzt wird, ohne es selbst erwähnen zu müssen. Vielleicht nicht immer sofort, aber irgendwann auf jeden Fall.
Von diesen beiden Prinzipien muss ich heute ein wenig abweichen. Weiterlesen →

Entwicklungsminister Dirk Niebel übergibt in Mogadischu einen Spendenscheck sowie Hilfsgüter für die SOS-Kinderdörfer in Somalia.
Noch bevor ich den Flug nach Mogadischu antrat, um dort im Namen der SOS-Kinderdörfer Dirk Niebel, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, zu treffen, gaben mir meine somalischen Kollegen Ratschläge, die mich nicht gerade beruhigten: Man müsse zu unterscheiden lernen, sagten sie, zwischen Schüssen, die in die Luft gehen, in Wände oder eben, naja, woanders hin. Für meine Kollegen gehört die Gefahr zum Alltag und ihr Humor hilft ihnen, damit umzugehen.
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Dar es Salaam
Ich bin vor ein paar Stunden in Dar es Salaam in Tansania angekommen und bin jetzt schon begeistert von der Stadt, obwohl ich eigentlich noch gar nichts davon gesehen habe. Aber der erste Eindruck ist berauschend. Auf den Straßen ist eine ungeheure Energie zu spüren, hunderte Menschen laufen hier herum. Die Märkte haben spät abends noch geöffnet und die Einwohner Dar es Salaams sitzen an den Straßenrändern in Cafés und Bars herum. Weiterlesen →

Victoriasee
Von Kisumu geht unsere Reise weiter zu einem kleinen Fischerdorf, das etwa zwei Stunden von der Stadt Mbita entfernt liegt. Etwa 600 Fischerfamilien leben hier, direkt am Ufer des Victoriasees. Die Menschen sind sehr arm und ernähren sich fast ausschließlich von einem kleinen, silbrig-schimmernden, fast durchsichtigen Fisch, Omena genannt. Die Fische werden getrocknet und in einer Soße gekocht und anschließend gegessen. Weiterlesen →