Geheimtipp für Reisende: Dschibuti

Ich gebe zu, dass Dschibuti nicht das bekannteste Reiseziel für Touristen ist. Aber es gibt hier wunderschöne Gegenden, die es sich lohnt anzusehen. Allen voran den Lac Assal oder Assalsee wie er im Deutschen heißt. Der Lac Assal ist der tiefste Punkt Afrikas und ein Salzsee.

Er liegt in einer Senke oder besser: in einem Krater und ist umgeben von dunklem Vulkangestein. Von der Hauptstraße fährt man eine halbe Stunde durch diese fast unwirklich scheinende Gegend von inaktiven Vulkanen. Im Sommer steigen die Temperaturen hier  auf über 50 Grad, da ich aber während der „Winterzeit“ in Dschibuti bin, habe ich nur angenehme 35 Grad.

Der Assalsee liegt etwa 155 Meter unterhalb des Meeresspiegels und enthält in etwa 135 Gramm Salz pro Liter Wasser. Er ist so salzhaltig, dass sich meine Flipflops, die ich schlauerweise angelassen hatte, als ich voller Elan in den See lief, innerhalb weniger Stunden in ihre Einzelteile aufgelöst haben. Der Salzgehalt ist höher als der des Toten Meeres und es wird dort immer noch Salz abgebaut und verkauft. Als Touristenattraktion legen die benachbarten Bewohner skelettierte Tierköpfe in den See. Ein Verkäufer sagt mir, dass es gerade mal sieben Tage dauert, bis das Skelett mit einer dicken Salzkruste bedeckt ist. Es sieht ein wenig grusselig aus, aber es ist dennoch beeindruckend, wenn man darüber nachdenkt, wie schnell sich das Salz ansetzt.

Das Farbenspiel des Sees und der Umgebung ist berauschend und hat mich verzaubert. Das weiße Salz, der türkise See, der blaue Himmel. Salzkrusten, die die verschiedensten Muster auf dem Boden und am Rand des Sees formen. Wenn man es nicht weiß, könnte man denken, man wäre an einem weißen Sandstrand irgendwo auf einer Südseeinsel. Es ist unglaublich beruhigend, auf den See zu blicken und einfach nur die Farbenvielfalt auf sich wirken zu lassen.
Jeder Besucher Dschibutis muss sich diesen See ansehen, da er einfach wunderschön ist. Und für die Filmfans unter euch gibt es auch noch ein kleines Highlight: ganz in der Nähe des Assalsees wurde die erste Folge von „Planet der Affen“ gedreht.
Falls Ihr euch jetzt fragt, ob ich nur wegen des Sees hier bin oder auch noch anderes zu tun habe: Davon erzähle ich in meinem nächsten Blogbeitrag.

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