Unterwegs in Sachen „SOS“

SOS-Kinderdorf Hargeisa, Somaliland.

SOS-Kinderdorf Hargeisa, Somaliland.

Somaliland, Dschibuti, Äthiopien und Kenia – aus diesen Ländern habe ich in den letzten Wochen berichtet, demnächst kommen hinzu: Tansania, Ruanda und Uganda. Aus der Ferne ist es manchmal schwer, die Unterschiede zwischen den einzelnen afrikanischen Ländern auszumachen, aber ich garantiere: Sie sind so verschieden wie Deutschland, Holland, England, Frankreich oder die Türkei. Für mich als Mitarbeiterin der SOS-Kinderdörfer ist vor allem spannend und wichtig zu sehen, wie die Arbeit meiner Kolleginnen und Kollegen von den regionalen Bedingungen bestimmt wird, wie sie ganz spezifisch auf das jeweilige Land zugeschnitten ist.

Kollegen im Regionalbüro in Nairobi, Kenia.

Kollegen im Regionalbüro in Nairobi, Kenia.

Basis meiner Reise ist unser Regionalbüro für Ostafrika in Nairobi, Kenias Hauptstadt. Das Regionalbüro unterstützt die Arbeit der nationalen SOS-Vereine, zum Beispiel SOS Kenia, SOS Uganda, SOS Äthiopien bei der Verwaltung, der Buchhaltung, der strategischen Ausrichtung oder bietet Fortbildungen an. Umgekehrt lernt das Regionalbüro von den Nationalvereine eine Menge über die Arbeit vor Ort: Welche Projekte laufen gut? Wie können die Kinder und Familien am besten unterstützt werden? Wie können wir unsere Arbeit weiter verbessern?

Von Nairobi aus besuche ich die nationalen SOS-Vereine in Kenia, Tansania, Ruanda und Uganda, um ihre Arbeit kennen zu lernen und zu verstehen. Die Vereine führen die Projekte der SOS-Kinderdörfer durch, die Mitarbeiter hier wissen am allerbesten, wie unsere Projekte und Ideen in der Realität umgesetzt werden und arbeiten konkret mit den Kindern, Erwachsenen und Gemeinden zusammen.

Training in Äthiopien

Training in Äthiopien

Ich lerne in den einzelnen Ländern sehr viel: In Marsabit in Kenias Norden zum Beispiel läuft unser Familienhilfeprogramm langsamer an als erwartet: weil es schwierig ist, in dieser abgelegenen Gegend geeignetes Personal zu finden, das dort leben und arbeiten möchte. Ich lernte aber auch, warum es gerade hier einfacher für die SOS-Kinderdörfer ist, mit der Gemeinde zusammenzuarbeiten: weil ein Kollege aus dieser Gegend stammt und somit die Menschen, die Kultur und die örtlichen Gegebenheiten sehr gut kennt.

Training in Äthiopien

Training in Äthiopien

Der andere Teil meiner Arbeit zielt darauf ab, fünf nationale SOS-Vereine bei dem Aufbau von Public Funding Strukturen zu unterstützen, ihnen also dabei zu helfen, Strukturen aufzubauen, um im eigenen Land öffentlicher Gelder zu generieren. Ich evaluiere die vorhandenen Strukturen und biete Trainings an, um langfristig zur Verbesserung der Public Funding Einnahmen beizutragen.

Somaliland und Dschibuti: Diese Projekte werden von dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) teilfinanziert. Ich besuche die dortigen Einrichtungen und sehe mir die Gegebenheiten vor Ort an, um selber zu sehen, dass die Projekte nach Plan verlaufen.
Während ich noch schreibe, denke ich schon wieder ans Koffer packen. Tansania wartet. Ich bin gespannt!

2 Antworten auf Unterwegs in Sachen „SOS“

  1. Rafaela sagt:

    Schön zu sehen, dass jemand aufpasst, wo meine Spendengelder
    hinfließen.

  2. Oli sagt:

    Netter Blog, mundet mir.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.