Helden?!?

Ein Arzt der SOS-Kinderdörfer untersucht ein Baby im Medizinischen Zentrum Mogadischu

Ein Arzt der SOS-Kinderdörfer untersucht ein Baby im Medizinischen Zentrum Mogadischu

Ich mag den Begriff „Held“ nicht, weil ich damit immer fiktive Personen aus Comics oder Sagen verbinde, die nur unserer Fantasie entspringen. Ich mag auch kein Eigenlob, da ich davon überzeugt bin, dass, wenn man etwas gut tut, dies auch von anderen entdeckt und wertgeschätzt wird, ohne es selbst erwähnen zu müssen. Vielleicht nicht immer sofort, aber irgendwann auf jeden Fall.
Von diesen beiden Prinzipien muss ich heute ein wenig abweichen. Weiterlesen

Plastikmüll ins Meer werfen kostet 1000 $ – oder nichts!

Ich hatte letztes Wochenende frei und habe mich kurzentschlossen entschieden, Sansibar zu besuchen.  Von Tansanias Hauptstadt Dar es Salaam aus erreicht man Sansibar innerhalb von zwei Stunden mit der Fähre. Mit meinem Ticket bekam ich gleich eine ganze Verbotsliste ausgehändigt: Weiterlesen

Begegnung mit Minister Dirk Niebel in Mogadischu

Entwicklungsminister Dirk Niebel übergibt in Mogadischu einen Spendenscheck sowie Hilfsgüter für die SOS-Kinderdörfer in Somalia.

Entwicklungsminister Dirk Niebel übergibt in Mogadischu einen Spendenscheck sowie Hilfsgüter für die SOS-Kinderdörfer in Somalia.

Noch bevor ich den Flug nach Mogadischu  antrat, um dort im Namen der SOS-Kinderdörfer Dirk Niebel, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, zu treffen, gaben mir meine somalischen Kollegen Ratschläge, die mich nicht gerade beruhigten:  Man müsse zu unterscheiden lernen, sagten sie, zwischen Schüssen, die in die Luft gehen, in Wände oder eben, naja, woanders hin. Für meine Kollegen gehört die Gefahr zum Alltag und ihr Humor hilft ihnen, damit umzugehen.

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Wunderbares Chaos in Dar es Salaam

Dar es Salaam

Dar es Salaam

Ich bin vor ein paar Stunden in Dar es Salaam in Tansania angekommen und bin jetzt schon begeistert von der Stadt, obwohl ich eigentlich noch gar nichts davon gesehen habe. Aber der erste Eindruck ist berauschend. Auf den Straßen ist eine ungeheure Energie zu spüren, hunderte Menschen laufen hier herum. Die Märkte haben spät abends noch geöffnet und die Einwohner Dar es Salaams sitzen an den Straßenrändern in Cafés und Bars herum. Weiterlesen

Hunger – wie fühlt sich das an?

Nikola besucht eine sehr arme Familie.

In sehr traurigen Situtationen fällt es Nikola schwer, weiterhin professionell zu bleiben.

Heute ist schon wieder einer dieser Tage, die mich so unendlich mitnehmen. An denen ich meine Professionalität kaum aufrecht halten kann und einfach nur ein sehr trauriger Mensch bin. Weinend. Deprimiert. 

Ich habe heute einige Familien in Mwanza, im Norden Tansanias, besucht, die von der SOS-Familienhilfe unterstützt werden. Zurück in meinem Hotelzimmer, denke ich über den Tag nach und es geht mir einfach nicht gut. Die Armut zu sehen, ist manchmal einfach zu viel. Weiterlesen

Ohne Frühstück in die Schule

Victoriasee

Victoriasee

Von Kisumu geht unsere Reise weiter zu einem kleinen Fischerdorf, das etwa zwei Stunden von der Stadt Mbita entfernt liegt. Etwa 600 Fischerfamilien leben hier, direkt am Ufer des Victoriasees. Die Menschen sind sehr arm und ernähren sich fast ausschließlich von einem kleinen, silbrig-schimmernden, fast durchsichtigen Fisch, Omena genannt. Die Fische werden getrocknet und in einer Soße gekocht und anschließend gegessen. Weiterlesen

Sahiba, ein wunderschönes Kleid und eine furchtbare Tat

Ein Mädchen im Kinderdorf Kisumu

Ein Mädchen im Kinderdorf Kisumu

Mit einer ganzen Gruppe von Leuten war ich in Kisumu im Westen Kenias unterwegs, nicht weit entfernt vom Victoriasee. Kolleginnen und Kollegen aus Deutschland sowie Ostafrika waren dabei, außerdem Vertreter einer anderen Nichtregierungsorganisation und einer Stiftung. Die Gegend ist wunderschön, die Reise war sehr positiv. Ich habe interessante Projekte anderer Organisationen gesehen und ein neues SOS-Kinderdorf, das im nächsten Monat eröffnet wird. Die ersten Kinder wohnen bereits dort. Weiterlesen

Der Mönch, das Boot und ich

Kirchentür einer Kirche am Tanasee

Kirchentür einer Kirche am Tanasee

Ich war in Bahir Dar in Äthiopien, um mir die dortigen Projekte der SOS-Kinderdörfer anzusehen, und hatte einen halben Tag frei. Kurz entschlossen nahm mich ein Kollege auf eine Bootstour mit, um mir ein paar der alten Klöster und Kirchen auf den Inseln des Tanasees zu zeigen. Gleich nach dem Besuch des ersten Klosters sprach uns ein Mönch an und bat uns, ihn nach Bahir Dar mitzunehmen. Wir erklärten ihm, dass wir erst noch ein paar Klöster and Kirchen ansehen wollen, aber er sagte, dass er einfach mitkommen würde. Weiterlesen

Unterwegs in Sachen „SOS“

SOS-Kinderdorf Hargeisa, Somaliland.

SOS-Kinderdorf Hargeisa, Somaliland.

Somaliland, Dschibuti, Äthiopien und Kenia – aus diesen Ländern habe ich in den letzten Wochen berichtet, demnächst kommen hinzu: Tansania, Ruanda und Uganda. Aus der Ferne ist es manchmal schwer, die Unterschiede zwischen den einzelnen afrikanischen Ländern auszumachen, aber ich garantiere: Sie sind so verschieden wie Deutschland, Holland, England, Frankreich oder die Türkei. Für mich als Mitarbeiterin der SOS-Kinderdörfer ist vor allem spannend und wichtig zu sehen, wie die Arbeit meiner Kolleginnen und Kollegen von den regionalen Bedingungen bestimmt wird, wie sie ganz spezifisch auf das jeweilige Land zugeschnitten ist. Weiterlesen

Mercedes, Porsche, Ochsenkarre

Wo immer ich auch unterwegs bin und egal, wie oft ich es sehe, ich bin immer wieder überrascht und fasziniert davon, was sich auf den Straßen Ostafrikas alles fortbewegt! Da gibt es 15 Jahre alte Ladas neben den neusten Mercedes oder Porsches, dazwischen fährt ein Ochsenkarren oder eine Pferdekutsche. Man sieht beladene Esel mit oder ohne Anhänger, Kühe, Schafe, Ziegen oder Kamele. Und Motorräder in allen Zuständen, ab und zu auch mal ein Fahrrad. Weiterlesen