Wenn ich zaubern könnte…

Wohnhütte in Berbera, Somaliland.

Wohnhütte in Berbera, Somaliland.

Ich wünschte, ich könnte zaubern. Diesen kindlichen Gedanken habe ich manchmal in Afrika. Er kommt immer dann auf, wenn ich zu viel Leid und Armut und tiefgreifendes Elend gesehen habe. Heute ist wieder einer dieser Tage. Ich bin mit tiefer Traurigkeit erfüllt! Ich fühle mich hilflos, bin schockiert und mitgenommen von dem, was ich gesehen habe, von der Realität, in der so viele Menschen leben müssen. Ich denke immer und immer wieder den gleichen Gedanken: „So was darf es nicht geben, es darf es einfach nicht!“ Weiterlesen

Sammelsurium kleiner Unterschiede

Es gibt natürlich sehr große kulturelle, historische, politische und sonstige Unterschiede zwischen Ostafrika und Westeuropa. Es gibt aber auch viele kleine Unterschiede, die nicht gravierend sind, aber dafür sehr interessant, und die einem erst bewusst werden, wenn man eine gewisse Zeit in Ostafrika verbracht hat. Aber man darf noch nicht zu lange dort sein, denn sonst fallen einem genau diese Unterschiede nicht mehr auf. Das finde ich zumindest. Hier ist also ein Sammelsurium kleiner Unterschiede:

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Dschibuti – Neuland für SOS

Warum also bin ich in Dschibuti, dem kleinsten Land am Horn von Afrika? Die Antwort auf diese Frage bin ich euch noch schuldig.

Viele meiner Freunde und Bekannten haben schon gefragt, wo es eigentlich genau liegt. Dschibuti liegt am Golf von Aden und am Roten Meer und grenzt an Eritrea, Äthiopien und an Somaliland.

Es ist leider ein sehr armes Land: 42 Prozent der Menschen müssen mit weniger als 1,25 US Dollar pro Tag auskommen. Vor allem die ländliche Bevölkerung hat nur geringen Zugang zur Gesundheitsfürsorge, die Arbeitslosigkeit liegt bei über 40 Prozent und die Hälfte der Menschen kann weder lesen noch schreiben. Weiterlesen

Geheimtipp für Reisende: Dschibuti

Ich gebe zu, dass Dschibuti nicht das bekannteste Reiseziel für Touristen ist. Aber es gibt hier wunderschöne Gegenden, die es sich lohnt anzusehen. Allen voran den Lac Assal oder Assalsee wie er im Deutschen heißt. Der Lac Assal ist der tiefste Punkt Afrikas und ein Salzsee.

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Gefährliches Nairobi

Vor kurzem wurde einer der Taxifahrer, mit denen ich regelmäßig unterwegs bin, Opfer eines „carjacking“. In Nairobi gehört carjacking leider zum Alltag. Es bedeutet, dass ein Auto unter Androhung von Gewalt – in Nairobi meist mit Hilfe kleiner bis mittelgroßer Schusswaffen – gestohlen oder mitsamt des Fahrers oder der Fahrerin entführt wird, damit diese nicht die Polizei alarmieren. Weiterlesen

Bin ich reich?

In den Augen der Kenianer bin ich reich. Ich konnte bis jetzt noch niemanden der unteren oder untersten Einkommensschicht davon überzeugen, dass ich hier in Kenia wohl zur „upper class“ gehören würde, aber nicht in Deutschland.

Viele der Menschen, mit denen ich spreche, stellen sich vor, dass ich in einem großen Haus lebe, ein schönes Auto fahre und mir so ziemlich alles leisten kann. Weiterlesen

Aus eigener Tasche

Mutter und Kind im Kinderdorf Addis Abeba

Mutter und Kind im Kinderdorf Addis Abeba

Man kann nicht die Welt retten – und möchte es so gerne! Mit der Nationalen Direktorin von SOS Äthiopien unterhalte ich mich darüber, dass es nicht immer einfach ist, die nötigen finanziellen Mittel für neue Projekte zu erhalten. Der Bedarf übersteigt leider oft die Spendeneinnahmen. Vor zwei Jahren wollte SOS Äthiopien zum Beispiel die SOS-Familienhilfe in dem Ort Hawassa implementieren: Bedürftige Familien sollten gestärkt und in die Lage versetzt werden, sich angemessen um ihre Kinder zu kümmern. Weiterlesen

Regen in Nairobi

Solche Bilder sind in Kenias Regenzeit nicht selten

Solche Bilder sind in Kenias Regenzeit nicht selten

Regen in Nairobi ist ein Kapitel für sich. Eigentlich stimmen alle Kenianer darin überein, dass der Regen ein Segen ist. Und im Gegensatz zu vielen Europäern genießen sie es, wenn es regnet. Und dennoch haben die Nairobianer ein ambivalentes Verhältnis zum Regen, da er ihnen das Leben schwer zu machen scheint.
Der Strom ist schon wieder ausgefallen? Kein Wunder, es regnet ja!

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Mit dem Taxi durch Nairobi

Taxifahrer in Nairobi

Taxifahrer in Nairobi

In Nairobi gibt es Unmengen von Taxis, man findet sie an jeder Straßenecke und zu jeder Tages- und Nachtzeit. Wenn man kein eigenes Auto hat und es sich leisten kann, dann fährt man in Nairobi mit dem Taxi. Auch ich bewege mich hier zum Grossteil mit dem Taxi fort. Nicht nur, weil es einfach ist, sondern auch, weil man als Weiße und als Frau nach Einbruch der Dunkelheit in manchen Gegenden Nairobis nicht sehr sicher ist – aber das ist ein Thema für ein anderes Mal.
Ich fahre immer mit dem gleichen, inzwischen vertrauten Unternehmen, das ist sicherer und billiger.

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Starke Frauen in Berbera

Amina* aus Somaliland kümmert sich um ihre 14 Enkel

Amina* aus Somaliland kümmert sich um ihre 14 Enkel

Ich bin in der Republik Somaliland, ein seit 1991 de facto unabhängiges Land, das jedoch de jure nicht als solches anerkannt ist. Somaliland befindet sich im nördlichen Teil Somalias, ist relativ stabil und hat eine eigene Regierung. Die SOS-Kinderdörfer sind seit 1999 hier tätig. In Hargeisa, der Hauptstadt, gibt es ein SOS-Kinderdorf, einen SOS-Kindergarten, ein medizinisches Zentrum und ein Programm zur Familienhilfe, und in dem Ort Sheick betreibt SOS eine überaus erfolgreiche und preisgekrönte Schule. Weiterlesen