AFRIKA-CUP

Januar 2017 – Die Welt dreht sich um Machtwechsel, Flüchtlingsströme, Naturkatastrophen, Friedensverhandlungen…. Und ganz nebenbei dreht sie sich auch um eine der schönsten Nebensachen der Welt….- um den Fußball.

Zwischen 14. Januar bis 5. Februar kämpft Afrika um seinen eigenen kontinentalen Fußballmeister. 13 Gruppen mit je 4 Mannschaften treten an um den Sieg beim Afrika-Cup – darunter die Teams aus Ghana Black Stars_JM_Andrea Seifert3_small_(“The Black Stars), Senegal und Tunesien, Ägypten, Sierra Leone und der Elfenbeinküste.

Unter den Spielern jede Menge bekannte Gesichter aus Deutschland (& Europa): Für Burkina Faso spielt der Ex-Freiburger Kicker PITROIPA, ZOUA von Kaiserslautern tritt für Kamerun an und BOUHADDOUZ vom 1. FC St Pauli kickt sein drittes Heimatspiel für Marokko. Sie gehören – wie so viele andere junge afrikanische Profi-Sportler – auch zu den Menschen, die als Teil unserer Gesellschaft mit ihrer Power, mit ihrem Talent, mit ihrem Spiel-Entertainment als bestehender Teil unserer Gesellschaft, starke verbindende Erlebnisse schaffen und unseren Alltag damit genauso bereichern.

Aber auch der afrikanische Fußballer-Nachwuchs hat viel zu bieten. Und deshalb sitzen auch aktuell sicher ein ganz paar europäische Talentscouts in den Stadien von Gabun, um nach neuen jungen Starkickern für die europäische Fußball-Elite zu suchen. Für beide Seiten – Kicker und Vereine – sind spätere Deals attraktiv: Die jungen Afrikaner bekommen eine Chance fürs Leben, die Vereine die Option auf noch mehr Siege und damit noch mehr Einnahmen….

Fußball als Wirtschaftszweig – kein Wunder, dass da alle Möglichkeiten auf Erfolg ausprobiert werden. Und selbstverständlich spielt auch beim Afrika-Cup Geld eine große Rolle. Aber eben nicht nur…Fußball als Weltsport hat eine Vorbild-Funktion und die wird auch bei der Afrikameisterschaft 2017 ernst genommen. Eines der wichtigen Projekte ist, den Sport und seine Möglichkeiten vor allem den Jüngsten auf dem Kontinent zugänglich zu machen.

SOS Bangui_Asheigh Conor_smallMit der Vorbereitung zur AM wurden deshalb auch viele Gelder in den Bau von Fußballplätzen und Trainingscentern für die Kinder und Jugendlichen gesteckt. Auch Deutschland hat sich daran beteiligt: Bundes-Entwicklungsminister Gerd Müller hat das Projekt „Mehr Platz für Sport – 1000 Chancen für Afrika!“ eingebracht. So entstanden auch in den SOS Kinderdörfern Togo zwei neue Fußballplätze…

Ein absoluter Erfolg. Die Kinder und Jugendlichen nutzen die Plätze regelmäßig. Dort lernen schon die Kleinen im Team kämpfen, verlieren, wieder aufstehen, aufs Neue kämpfen und gewinnen. Vor allem für sich selbst. Denn, wenn die Kinder schon von klein auf ihre eigenen Interessen und damit ihr Selbstwertgefühl stärken können, können sie wachsen und wirklich groß werden. Auch langfristig in ihrer Heimat

Klar – wenn in Afrika Fußball gefördert wird, kann auch in Afrika gewonnen werden. Der Anreiz für Jugendliche steigt, sich auch im eigenen Kontinent zu messen. Wenn genügend Erfolgserlebnisse – und auch Geld – da ist, was gewonnen werden kann, bestehen auch gute Chancen, dass sich weniger junge Kicker nach Europa einkaufen lassen…

Und wenn die coolen Kicker dann genau so elegant und erfolgreich auf afrikanischen Fußballplätzen sind wie im Rest der Welt, dann buchen vielleicht ja auch wir bald die Tickets für die Spiele beim nächsten Afrika-Cup und fahren als begeisterte Fans als Zuschauer zu den Fußball-Stars nach Afrika….Youth_Mababane_SOS Archives_small

2 Comments
  1. 8 Monaten ago
    Thomas

    Sehr interessanter Artikel!
    Hoffentlich ein Weg von vielen, die afrikanische Kids für eine bessere Zukunft wählen können.

    Antworten
    • 8 Monaten ago
      mukaruhogo

      Hallo Thomas,
      es freut mich, dass dir der Blogbeitrag gefallen hat!!

      Vielen Dank für dein Feedback,
      Jeanne

      Antworten

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