AFRIKAS JUGEND IST FÜR MICH EINE HERZENSSACHE

Innerhalb meiner Arbeit als Afrika-Repräsentantin stehe ich vor allem für die Vermittlung und Wahrnehmung eines realistischen Bildes des Lebens in den verschiedenen Regionen des afrikanischen Kontinents. Neben wirtschaftlichen und kulturellen Themen beschäftige ich mich dabei insbesondere mit der Position und Bedeutung der  Jugend Afrikas. In diesem Zusammenhang stelle in meinem Blog „Mit Jeanne durch Afrika“ sowohl mich selbst, als auch den Menschen vor Ort – und damit auch meinen Lesern-  immer wieder grundsätzliche Fragen: Was treibt Afrika zu Beginn des 21. Jahrhunderts an? Wie nehmen wir es wahr? Wie sieht die Zukunft des Kontinents aus und mit welchen Vorurteilen hat Afrika zu kämpfen? Und: Wie stark ist die junge Generation? Das Afrika des 21. Jahrhunderts wird geprägt durch die Kraft und die Ziele der jungen Generation. Die Jugend will sich vor allem an Entscheidungsprozessen in ihrer Gesellschaft beteiligen und ist bereit, dafür einen Umbruch der bisherigen Strukturen ins Rollen zu bringen.

john_kamau_85a1775_smaillDie Kräfte dafür sind durchaus vorhanden. Immerhin sind auf dem „jüngsten Kontinent“ der Erde etwa 60 Prozent  der 1,1 Milliarden Afrikaner, junge Menschen zwischen 0 und 30 Jahren – alle mit ihren ganz eigenen Hoffnungen, Visionen, Talenten und Potentialen. Allein die Vorstellung, wie viele Möglichkeiten das auch für den Ausbau von besser nutzbaren Wirtschaftsstrukturen auf dem Kontinent bedeuten könnte, ist beeindruckend. Im Umkehrschluss heißt das aber auch: Wird Afrikas Jugend nicht ausreichend wahrgenommen und ernsthaft gefördert, bleiben so viele mögliche Potentiale ungenutzt und gehen dem Kontinent möglicherweise sogar verloren. Denn – junge Menschen, die sich in ihren Wünschen und Fähigkeiten in ihrer Heimat nicht weiter entwickeln können, suchen sich andere Wege.  Immer öfter auch als Wirtschaftsflüchtlinge – mit wenigen  Mitteln, aber großen Hoffnungen – bis nach Europa.

Ich glaube trotzdem bzw. gerade deshalb an das große Zukunftspotential Afrikas.


Meine Erfahrung: Bildung, Anerkennung, Kommunikation auf weltpolitischer Augenhöhe und wirtschaftliche Hilfe zur Selbsthilfe geben der jungen Generation Kraft und Motivation zur Realisierung ihrer Träume auch im eigenen Land.

Immer wieder erlebe ich in den Begegnungen vor Ort die starke Entschlossenheit der Jugendlichen, die ihren Kontinent wirklich und wirksam zukunftsorientiert ändern wollen. Natürlich muss man diesen Jugendlichen auf diesem Weg  helfen und sie unterstützen, ein selbstständiges Leben führen zu können. Das funktioniert sicherlich am besten, indem man in die Bildung investiert. Wenn wir den Jugendlichen in ihren Heimatländern mehr Bildungsmöglichkeiten schaffen, wird sich höchstwahrscheinlich auch die große  Fluchtproblematik wieder reduzieren. Denn die Jugendlichen würden ja eine reelle Chance bekommen, in ihren eigenen Ländern Fundamente für eine – auch wirtschaftlich – bessere Zukunft  zu schaffen. Damit wären sicher auch sehr viele junge Menschen wieder motiviert, in ihren Ursprungsländern zu bleiben und mit Stolz und Würde die Entwicklung  in ihrer afrikanischen Heimat voranzubringen.john_kamau_85a1588_small

 

4 Comments
  1. 5 Monaten ago
    Andreas

    Liebe Jeanne,
    Wie recht Du hast.
    Liebe Grüße
    Andreas

    Antworten
    • 5 Monaten ago
      mukaruhogo

      Vielen Dank Andreas!
      LG, Jeanne

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  2. 4 Monaten ago
    franz wiilli

    Die Jugend inAfrika ist eine wichtige Sache

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    • 4 Monaten ago
      mukaruhogo

      Ja, sehe ich auch so!!!

      Antworten

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