BEDEUTUNGSLOSE WAHLEN IN UGANDA

In Uganda wurde vor kurzem ein neuer Präsident gewählt. Es ist der Alte. Mit 61 Prozent der Wählerstimmen geht Yoweri Museveni  in sein 31. Amtsjahr. Eine lange Zeit. Zu lange!!! Manche Berichte erzählen von angezettelten Tumulten vor Wahllokalen, damit die Wähler von der Stimmabgabe abgeschreckt werden.  Oder es wurden Wahlurnen blockiert, sodass nur noch für den einen Kandidaten gestimmt werden konnte…Internationale Wahlbeobachter haben Unregelmäßigkeiten mehrfach bestätigt. Trotzdem wurde das Wahlergebnis in Uganda nicht angefochten, sondern offiziell anerkannt.

Klingt wie eine Geschichte, von der wir schon einmal gelesen haben.  Aber Fakt ist: es passiert immer wieder aufs Neue. Und so müssen die Menschen in Uganda auch dieses Mal die Bedeutungslosigkeit ihrer Wahl, die am Ende doch keine Wahl lässt, hinnehmen.

Dazu kommen die schockierenden Meldungen über unglaubliche Grausamkeiten im Kampf um Macht und Herrschaft,  Reichtum und Erfolg, die in Uganda schon viel zu lange schreckliche Tatsachen sind: menschliche Opfergaben. Der in Uganda tief verankerte Voodoo-Glaube verspricht sogar besonders viel Glück, wenn den Göttern das Blut von Kindern angeboten wird….Was für grausame Traditionen, die so etwas wirklich fordern wollen. Was für eine noch grausamere Gewissheit, dass dafür in Uganda  wirklich Kinder entführt, verstümmelt und getötet werden.

Bild: Jeanne MukaruhogoWas für eine unvorstellbar grausame Erkenntnis, dass so etwas wirklich möglich ist…Und genau deshalb ist es so dringend notwendig, so wichtig, so unabdingbar, dass  sich in einem Land wie Uganda unabhängige Organisationen aus der ganzen Welt – wie auch die SOS-Kinderdörfer Uganda – zusammenschließen und sich immer wieder stark machen: für den bedingungslosen Schutz, die Hilfe und die Rechte von Kindern. Dafür brauchen wir jede Unterstützung. Damit dürfen wir niemals aufhören.

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