SPIELZEUG FÜR EBOLA-GEBIETE AN ANGELA MERKEL

Schulkinder aus Niedersachsen schenken Kindern in den Ebola-Gebieten ihre Spielsachen – und die SOS-Kinderdörfer übernehmen die Verteilung Vorort.

Die Grundschulkinder kamen dafür am Dienstag extra nach Berlin in den Reichstag – dort übernahm die Bundeskanzlerin Angela Merkel persönlich die Spielspenden. Ich hatte die besondere Ehre, als Sprecherin für die SOS-Kinderdörfer Programme in Afrika ebenfalls dabei zu sein und auch ein Geschenk zu übergeben:  ein Spiel von den SOS-Kinderdörfern aus Afrika – „Palaver Africa“.Afrikaspiel_ von Jeanne _für Fr.Merkel_small

Der Initiator der Spendenaktion Dr. Roy Kühne war begeistert von der Spendenbereitschaft der Schülerinnen und Schüler aus Niedersachsen und sagte: „Ich freue mich sehr, dass so viel zusammen gekommen ist und die Kinder heute hier in Berlin ihre Sammlung selbst übergeben können.“ Afrikaspiel_ von Kindern _Herr Kühne_small

Die Bundeskanzlerin nahm sich die Zeit, auch mit den Kindern zu sprechen und ihnen so ein herzliches persönliches Danke zu sagen.

Auch ich hatte Gelegenheit, ein paar Momente mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel zu reden – über die Spendenaktion, die Situation der Kinder in den Ebola-Gebieten und  über die Arbeit der SOS-Kinderdörfer weltweit.

Foto: Steven Rösler

Foto: Steven Rösler

Besonders beeindruckend  an der Begegnung mit Angela Merkel war für mich ihre Ausstrahlung, ihre Freundlichkeit und Warmherzigkeit. Eine außergewöhnliche Frau!

Begeistert war auch Walter Johannes Lindner. Der Sonderbeauftragte der Bundesregierung für den Kampf gegen die Ebola-Epidemie übernimmt die Koordination und die Organisation der Lieferung der Spielsachen in die Ebola-Gebiete.

Für Walter JohannesLindner ist das gleichzeitig Herzensangelegenheit und Selbstverständlichkeit. Der afrikanische Kontinent ist ihm lange vertraut – viele Jahre war er als Botschafter in Ostafrika – sogar in meinem Heimatland Burundi.Afrikaspiel_ von Kindern _HerrLindner_small

Aber – nicht nur dafür bin ich voller Respekt für seine Arbeit. Meine Bewunderung gilt vor allem auch dem generellen Einsatz von  Walter Johannes Lindner: Seit seiner Berufung als Sonderbeauftragter der Bundesregierung für den Kampf gegen die Ebola-Epidemie ist er oft unterwegs in den betroffenen Gebieten, um einfach da zu sein und zu sehen, wo welche Hilfe gebraucht wird. Er weiß natürlich auch, was es speziell für die Kinder vor Ort bedeutet, wegen der Ansteckungsgefahr oft wochenlang isoliert zu sein. In unseren Gesprächen erzählte er mir, dass er einen Bruchteil dieser Erfahrung jedes Mal auch selbst macht, wenn er nach der Rückkehr von seinen Reisen nach Liberia, Sierra Leone und Guinea in den vorgeschriebenen 21 Tagen Quarantänezeit auf jeden Handschlag, jede Berührung verzichten muss. Die Situation wird noch intensiver, wenn Walter Lindner sagt: „Das Schlimmste ist in dieser Zeit der Verzicht auf die Umarmungen meiner Tochter.“

Die Dimension der Auswirkungen auf die Kinder in den betroffenen Ebola-Gebieten lässt sich nur in Ansätzen ahnen.

In den Gesprächen mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel, mit Walter Johannes Lindner, mit Dr. Roy Kühne und den vielen anderen engagierten Menschen bei der Übergabe der Spenden der Grundschüler aus Niedersachsen wurde aber auch schnell klar:  Spielzeuge sind wichtig für die Kinder in den Ebola-Gebieten –  sie geben Trost, lenken vom Schmerz ab, zaubern ein Lächeln und schaffen einen kleinen Moment normaler Kindheit. Afrikaspiel_ von Kindern _an Fr.Merkel_6

Aber – wir wissen alle: Diese Kinder, die mit den Auswirkungen der Ebola-Epidemie auf so vieles verzichten und so unglaublich viel Verlust ertragen müssen, brauchen jetzt und in Zukunft noch viel mehr:

Betreuung, medizinische Versorgung, Struktur, Kommunikation und Menschen, die für sie da sind und sie endlich auch wieder in die Arme nehmen können.

Foto: Tommy Trenchard

Foto: Tommy Trenchard

 

 

2 Comments
  1. 3 Jahren ago
    Moni

    Liebste Jeanne. Tolles Projekt – Du bist auch eine tolle Frau :)

    Antworten
    • 3 Jahren ago
      mukaruhogo

      Vielen Dank!

      Antworten

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