TAG DES AFRIKANISCHEN KINDES – 16. JUNI 2015

16. Juni – Tag des Afrikanischen Kindes:  seit 1991 ein festes Datum der Afrikanische Union (AU), um an die Existenz und Wahrnehmung von Kinderrechten zu erinnern. Familie, Bildung, wirtschaftliche Sicherheit… sind nach wie vor keine Selbstverständlichkeit für die junge Generation Afrikas.

Ganz im Gegenteil: Die meisten Kinder des Kontinents starten unter schwierigen Umständen ins Leben und kommen nur mühsam weiter, ganz wenige davon schaffen es in ein selbstbestimmtes Erwachsenenleben.

Am härtesten trifft es die Mädchen: für über 14 Millionen jährlich endet ihre ohnehin oft belastete Kindheit schon ab 13 oder 14 – als Ehefrau und Mutter. Viel zu früh!

In vielen Regionen Afrikas ist die Zwangsheirat junger Mädchen traditionell verankert, werden Kinder teilweise schon mit 10 oder 12 zu Müttern  – und so um ihre natürliche Entwicklung und um ihre kostbare Kindheit gebracht. Die Risiken von dauerhafter Armut, immensen Bildungsdefiziten und  hohen Sterblichkeitsraten bei frühen Schwangerschaften werden dabei meist als gegeben hingenommen. Das Prozedere wird von den Familien in den einzelnen Gesellschaftsstrukturen oft einfach fraglos fortgesetzt.

Aber es gibt glücklicherweise auch afrikanische Länder, in denen ganz proaktiv gegen diese überholten Traditionen vorgegangen wird. UGANDA  zum Beispiel stellt sich ganz offiziell gegen Zwangsehen, Kinderheirat und viel zu frühe Mutterschaft. SONY DSC

Das Land, welches unter anderem in den früheren Bürgerkriegen viele schmerzliche Verluste von Kindersoldaten hinnehmen musste, öffnet sich mittlerweile ganz bewusst sowohl Hilfsmaßnahmen von außen zum Schutz und zur Förderung der Kinder. Uganda – mit fast 50 Prozent Bevölkerungsanteil unter 15 Jahren – kreiert aber auch eigene Programme, die der Entwicklung seiner jungen Bürger gerecht werden soll.

Zum Tag des Afrikanischen Kindes hat Uganda ein KINDERPARLAMENT zusammengerufen, durch das über 100 junge Abgesandte aus allen Teilen des Landes ihre Beiträge zu ihren Bedürfnissen und Wünschen anbringen dürfen. 5 Teilnehmer davon kommen aus dem SOS-Kinderdorf Uganda.

Und zwei von ihnen werden zum Einen während der Pressekonferenz des Nationalrats für Kinderangelegenheiten heute Fragen stellen dürfen und dann zum Anderen Teile der Petition vortragen, die während der offiziellen Feierlichkeiten zum Tag des Afrikanischen Kindes an die Minister Ugandas übergeben werden sollen.

Die SOS-Kinderdörfer weltweit sind ganz besonders stolz auf die beiden jungen Repräsentanten und wünschen ihnen und allen anderen zum Tag des Afrikanischen Kindes, dass ihre Bedürfnisse, Träume und Wünsche gehört und in die Realität gebracht werden.

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