WATERs-GATE Afrika I

Wie ein Wasserhahn zum Wecker wurde – oder warum nicht alles glänzt, was Gold ist.

2013 war das Internationale Jahr der Wasserkooperation. 3 Jahre, nachdem die UN offiziell beschlossen hat, dass jeder Mensch „das Recht auf Zugang zu sauberem Wasser“ hat. Ich persönlich habe dieses große Glück seit Ende der 1980er. Damals kam ich als Kind aus Burundi ins SOS-Kinderdorf Imst in Tirol und – trank zum ersten Mal in meinem Leben kristallklares, komplett sauberes Wasser aus einem ganz normalen Wasserhahn. Für mich ein nachhaltig beeindruckendes Erlebnis.

Noch heute erzähle ich Kindern in Vorträgen unserer Schulprojekte gerne und oft davon. Sobald es zum Beispiel um das Wasserproduktionsprojekt im SOS-Kinderdorf Mombasa geht, wo seit ein paar Jahren sogar Flaschen mit einem Imst-Etikett vom Fließband kommen, ist alles wieder präsent und die Dritt- und Viertklässler sind von der Geschichte total fasziniert… Wenn ich mich ganz genau erinnere, wie ich damals immer wieder den Wasserhahn auf und zu drehte, meine Hände unter den kalten glitzernden Strahl hielt und es dann – einfach so – trinken konnte. Ohne Angst vor Krankheiten, ohne Anstehen in langen Schlangen, ohne Eile wegen einem fast leeren Tank. Sauber, klar, frisch. Der Geschmack, der Geruch, das Geräusch, das Gefühl – Imster Wasser war für mich wie eine Offenbarung. Afrika schien mir dagegen ausgetrocknet und in Sachen Wasser hoffnungslos arm… Bis ich immer wieder von unzähligen Quellen, unter anderem auch von einem unglaublichen Fund in Namibia hörte: Dort entdeckten Forscher ein riesiges unterirdisches Süßwasser-Reservoir, nur ein paar Meter unter der Wüste.

Damit wurde mir klar:
Afrika verfügt über unermesslichen Reichtum. Wasser ist Gold! Internationale Konzerne und Unternehmen haben das schon länger erkannt… Lizenzhandel für afrikanische Wasserquellen ist ein florierendes Geschäft – angeblich für beide Seiten. Die Wirtschaft in Afrika wächst und wächst, liest man in dem Zusammenhang immer wieder mal in Zeitungsartikeln oder Pressemitteilungen….. Aber ich frage mich: Hat der Einzelne in Afrika wirklich was davon? Dann dürfte es doch keinen Durst, keinen Hunger, keine Armut mehr geben?

Erfahren Sie mehr im nächsten Blogbeitrag…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.