Welt-Malaria-Tag, 25. April 2014

Lebensretter Vorsorge: Malaria-Prophylaxe und Sofort-Behandlung – ein Muss weltweit!

Vor jeder meiner Afrika-Reisen stellt sich die Frage – Malaria-Prophylaxe: ja oder nein? Wer schon mal derartige Prophylaxe genommen hat, weiß: das ist nicht ohne – oft gibt es Begleiterscheinungen ohne Ende. Stärker als all das zählt aber die Erfahrung: Diese Vorsorge kann Leben retten.

Die Malaria-Mücke „Anopheles“ ist zwar nur 6 mm klein, aber trotzdem eine der größten Bedrohungen weltweit – speziell für Kinder in Afrika: Eine Weltgesundheitsorganisation Statistik sagt, dass rund 207 Millionen Menschen mit Malaria infiziert sind. Geschätzte 627.000 Todesfälle gab es im 2012, die meisten waren Kinder unter 5 Jahren aus Afrika südlich der Sahara. Diese Zahl trifft mich voller trauriger Wucht mitten ins Herz! So viele Leben ausgelöscht, weil sie keinen Zugang zu Schutz und Behandlung hatten.

SDas ist ungerecht und unannehmbar!

Genau der gleichen Meinung sind – neben vielen anderen – auch Bill und Melinda Gates. Mit ihrer Stiftung setzen sie sich deshalb auch für Initiativen ein, mit denen weltweit starke Investoren für wirksame Malaria-Prävention, Diagnose-Tests und Behandlungstherapien gewonnen werden sollen. Der Focus der Gates-Stiftung liegt dabei vor allem auch auf den Sub-Sahara-Ländern, in denen das Bruttoinlandsprodukt ungerecht niedrig, dafür aber die Sterberate erschreckend hoch ist.

Auf meinen Afrikareisen treffe ich oft Menschen, die die „malaria tropica“-Erreger in ihrem Blut tragen. Sobald die Krankheit ausbricht, brauchen sie umgehend Hilfe, sonst kann die Infektion durch einen kleinen Moskito-Stich leider tödlich enden. Denn trotz der unzähligen Forschungen gibt es keinen passenden Impfstoff.Premature_Baby_Foto_Claire Ladavicius_small

Bei meinem Besuch im medizinischen Zentrum vom SOS-Kinderdorf Kigali erzählten mir die Ärzte, dass die meisten Patienten – wie so oft – Mütter mit ihren Kindern sind, denen mittlerweile deutlich schneller und langfristig wirksamer geholfen werden kann. Dadurch ist über die Jahre hinweg ein großer Erfolg im Kampf gegen Malaria feststellbar. Diesen Erfolg verdankt man auch der gestiegenen weltweiten Unterstützung und des stärkeren Bewusstsein über die Bedrohung durch Malaria – in Afrika auch durch die langsame eigene wirtschaftlicher Stabilisierung des Kontinents.

„In die Zukunft investieren – Malaria besiegen!“ – so heißt das aktuelle Motto der Weltgesundheitsorganisation.

Damit das nicht nur schöne geschriebene Worte bleiben: TUN WIR GEMEINSAM WAS DAFÜR!

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