WELTMALARIATAG, 25.April 2015

Aktion bringt Reaktion. Beim Welt-Malaria-Aktions-Tag ist das hoffentlich nicht anders…. Schon seit 2007 macht die WHO immer wieder auf Malaria als globales Gesundheits- und Entwicklungsproblem aufmerksam. Die statistische Re-Aktion im letzten Jahr: mehr Aufmerksamkeit, weniger Sterblichkeitsfälle, mehr Prävention. Das klingt hoffnungsvoll.

Denn fast jeder weiß: Wer in den Tropen oder Subtropen von der Anopheles-Mücke gestochen wird, muss mit heftigsten körperlich Re-Aktionen rechnen: hohes, wiederkehrendes Fieber, Schüttelfrost, Beschwerden des Magen-Darm-Trakts und Krämpfe. Besonders bei Kindern unter 5 und Schwangeren kann die Krankheit schnell zum Tod führen. Sie haben oft einfach zu wenig Kraft, um der Malaria zu trotzen.

Paul Hahn(Bild: Paul Hahn)

Wirklich wirksam wäre wahrscheinlich, wenn es adäquate bezahlbare Mittel zur Prävention und Heilung gäbe. Die müssten allerdings erst mal erforscht werden. Doch genau dafür wird nicht ausreichend Geld und Energie investiert…  Wäre dem so, könnten in die betroffenen Gebiete längst statt tonnenweise Moskitonetze und Anti-Mücken-Spray viel wirksamere Unterstützung geschickt werden.

Vor kurzem fragte mich eine Kollegin, die nach Afrika reiste, nach ein paar Tipps. Durch meine vielen Reisen quer durch den Kontinent hatte ich natürlich viel zu erzählen… Ein wichtiges Thema waren meine Erfahrungen mit Malaria-Prophylaxe. Die Kollegin entschied sich ganz klar dafür. Im Nachhinein  war sie froh, dass sie die Prophylaxe ohne Nebenwirkungen vertragen hatte. Nach ihrer Rückkehr wollte ich von ihr ein paar aktuelle Erfahrungen und Einschätzungen der realen Situation vor Ort wissen. Ihre Antwort war kurz und präzise:

Ja, es gibt Erfolgsmeldungen, aber – Malaria ist und bleibt in Afrika ein Alltagsthema. Gerade jetzt – nachdem die Ebola-Epidemie im letzten Jahr die Aufmerksamkeit von der Lebensbedrohung Malaria so massiv abgelenkt hat und viele bereits an Malaria Erkrankte einfach nicht mehr versorgt werden konnten – wird umso klarer:

Wir müssen den Menschen in den betroffenen Malariagebieten mehr Chancen zur selbständigen Prävention und nachhaltigen Heilung geben. Deshalb braucht es zu allererst mehr Geld und mehr öffentliche Finanzierung der dringend notwendigen Forschung nach Mitteln gegen die Infektion und gegen die Folgen von Malaria. S

Malaria ist nach wie vor keine Ausnahmekrankheit – Malaria gehört zum Alltag in Afrika. Und deshalb muss Malaria eben auch im Alltag immer und immer wieder die gleiche Aufmerksamkeit in der Prävention und Behandlung bekommen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.