ZWEI NEUE EBOLA-FÄLLE IN GUINEA

Erst gestern wurde Sierra Leone durch die WHO offiziell als Ebola-frei erklärt. Kaum hatten die Menschen dort aufgeatmet, kam aus Guinea bereits wieder eine alarmierende  Schockmeldung:  2 bestätigte neue Ebola-Fälle. Genau in dem Land, in dem auch 2014 die Epidemie begonnen hatte.

Trotz aller Alarmbereitschaft wollen die Regierungen der westafrikanischen Länder vor allem Angst und Panik vermeiden. Doch das ist schwierig. Zu nah sind noch die schlimmen Verluste, Erlebnisse und Erinnerungen  aus der letzten und bisher schlimmsten Epidemie. Trotzdem bemühen sich Behörden und Organisationen intensiv, Ruhe und Besonnenheit zu vermitteln.

Freetown_Ebola1_Jeanne MukaruhogoBei meiner Reise nach Sierra Leone vor ein paar Wochen hatte ich den Eindruck, dass die Menschen vor Ort ohnehin immer gewarnt sind.  Überall erinnern Plakate, wie man im Ernstfall reagieren sollte. Dazu kommen die einfachsten Vorsorgemaßnahmen vor möglichen Ansteckungen, die seit der Epidemie für die meisten tägliche Routine geworden sind.

 

Wie im SOS-Kinderdorf Freetown:  Nach wie vor muss jeder Besucher, aber auch jeder Bewohner nach Ankunft als allererstes die Hände waschen und Fiebermessen. Die Menschen vertrauen darauf, dass damit die Gefahr von neuen Epidemien eingedämmt werden kann.

 Für die Menschen in Guinea hoffen alle, dass es bei den aktuellen Ebola-Einzelfällen bleibt und möglichst schnell ausreichend Maßnahmen zum Schutz vor weiterer Ausbreitung getroffen werden. Guinea kann sich dabei auch immer der Unterstützung der SOS-Kinderdörfer vor Ort sicher sein. Einige der vielen Ebola-Waisen konnten hier bis jetzt ein liebvolles Zuhause finden. Gleichzeitig bemühen sich die Menschen und Regierungen in Westafrika gemeinsam mit internationalen Organisationen, den Kampf gegen Ebola weiter in den Griff zu bekommen. Freetown_Ebola3_Jeanne Mukaruhogo                             

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