Helfen, wo es am nötigsten ist: Sudan

Kinder im SOS-Kinderdorf Khartum

Konflikte, Hunger durch Dürre, fehlende medizinische Versorgung. Im Sudan ist das Aufwachsen für Kinder schwierig. Im SOS-Kinderdorf Khartum geht es den Kindern wieder gut. Foto: Rafif Ben Messalem

Viele unserer Spender, die eine Spendenaktion starten, wählen als Spendenprojekt „Wo es am nötigsten gebraucht wird“ aus. Dank solcher Spenden können wir auch Projekte in den Ländern finanzieren, die gerade nicht so im Fokus stehen. Und immer wieder gibt es Notfälle, für die dringend zusätzliche Mittel benötigt werden. Wie zum Beispiel im Sudan.

Die politische Lange im Sudan, das sich in 2011 vom Südsudan abgespalten hatte, ist derzeit wieder instabil. Bei jüngsten Auseinandersetzungen in der Hauptstadt Khartum wurde ein Jugendlicher aus dem SOS-Kinderdorf Khartum schwer verletzt. Er hielt sich gerade im SOS-Jugendhaus auf, als eine verirrte Kugel dort  einschlug und den Jungen schwer am Bein verletzte. Er wurde sofort ins Krankenhaus gebracht und dort versorgt. Die SOS-Mitarbeiter im Sudan kümmern sich darum, dass er alle notwendigen Behandlungen bekommt und hoffentlich bald wieder wohlauf ist. Seine Mitbewohner wurden evakuiert und wohnen im SOS-Kinderdorf, bis sich die Sicherheitslage wieder bessert. Dass SOS in Krisenfällen schnell reagieren kann, ist nur durch die Hilfe der zahlreichen Unterstützer möglich.

Rund 120 Kinder leben im SOS-Kinderdorf Khartum. Kinder, die niemand mehr haben wollte oder deren Eltern sich nicht mehr um sie kümmern konnten. 60-80 Jugendliche werden in verschiedenen Jugendwohngruppen betreut. Hier lernen sie, ihr tägliches Leben selbst zu organisieren. Geschulte Pädagogen begleiten sie, bis sie einen Arbeitsplatz und eine eigene Wohnung haben.

SOS-Familienhilfe im Sudan

Viele sudanesische Familien leben unterhalb der Armutsgrenze. Die SOS-Familienhilfe unterstützt Kinder in Not. Foto: Patrick Wittmann

Zahlreiche Menschen im Sudan sind auf dauerhafte Unterstützung angewiesen. Vor allem Kinder. Darum hilft SOS auch weit über die Grenzen des SOS-Kinderdorfes hinaus: Über 2.800 Mädchen und Jungen besuchen die beiden SOS-Schulen in Khartum und dem 20 km entfernten Umbada. Die SOS-Familienhilfe ist wichtige Anlaufstelle für sozial benachteiligte Menschen. Fast 4.000 Menschen erhalten hier regelmäßig Hilfe. Wie Othman. Er hatte in seinem Leben kaum Grund zum Lachen. Mit vier Jahren erkrankte er schwer und kann seitdem nicht mehr laufen. Seine Mutter trug ihn tagtäglich zur Schule. Bis zur sechsten Klasse, danach beschränkte sich sein Leben ausschließlich auf eine ärmliche Lehmhütte. Die SOS-Familienhilfe brachte einen Wendepunkt. Zunächst erhielt Othman einen Rollstuhl, aber das war nur der Anfang. Jetzt hilft ihm SOS dabei, ein eigenes Lebensmittelgeschäft aufzubauen und damit seinen Weg in die Unabhängigkeit zu finden.

Werfen Sie einen Blick in das SOS-Kinderdorf Khartum und machen Sie sich ein Bild davon, wie Sie mit Ihrer Spende effektiv helfen. Und erfahren Sie, welchen ganz besonderen Besuch dieses SOS-Kinderdorf vor einiger Zeit bekam. Machen Sie mit und starten sie Ihre eigene Spendenaktion zugunsten von Kindern in Not. Wir sagen im Namen der Kinder: vielen Dank für Ihre Unterstützung!

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