Schmerzen, Blasen und der Aufstieg: Spendenmarsch für SOS

Gute Stimmung trotz schmerzender Füße: Die Südland Arminen wanderten für SOS 105 km zu Fuß von Unterhaching nach Burghausen.

Gute Stimmung trotz schmerzender Füße: Die Südland Arminen wanderten für SOS 105 km zu Fuß von Unterhaching nach Burghausen.

Vor einigen Wochen berichteten wir in diesem Blog über die Spendenaktion der Südland Arminen, der Fans von Arminia Bielefeld. Stefan Günther und seine Jungs hatten aus einer Bierlaune heraus die Idee auf Facebook gepostet, zum letzten Saisonspiel ihrer Arminia  zu Fuß von Unterhaching nach Burghausen zu laufen. 105 km in drei Tagen.

Am 15. Mai wurde das Vorhaben in die Tat umgesetzt und es ging los: Acht Männer und eine Frau schnürten die Wanderstiefel und nahmen die erste Marathon-Etappe bei strahlendem Sonnenschein in Angriff. Schnell wurde klar, dass die Wanderer die an sich flache Strecke unterschätzt hatten: Bereits am ersten Abend waren die Blasen da, die Beine schmerzten. „Laufen kann auch ohne Hügel anstrengend sein“ – so die leidvolle Zusammenfassung. Eine Blindschleiche im Zeltlager, ein Motivationstief am zweiten Tag und ein Wolkenbruch kurz vor dem Ziel gehörten zu den Widrigkeiten der nächsten beiden Tage.
Aber alles kein Grund, aufzugeben! Schließlich wurde neben dem Stolz und Ehrgeiz auch für einen guten Zweck gelaufen: Mit ihrer Spendenaktion unterstützen die Südland Arminen das SOS-Kinderdorf in Kaolack im Senegal. Das Motto der Aktion: „Gemeinsam sind wir stark – warum sich also nicht für Kinder stark machen?“
Außerdem wollten die Fußballfans ein Zeichen setzen: „Fußballfans fallen oft nur durch negative Schlagzeilen auf: Krawalle, Hooligans, Aggressionen… Wir wollten zeigen, dass auch andere Schlagzeilen möglich sind! Uns sind Werte  wie  Zusammenhalt, Unterstützung, der Glaube an das Ziel wichtig.  “ so Stefan Günther, einer der Initiatoren der Aktion.
Viele Fans anderer Clubs sind auf die Spendenaktion der Südland Arminen aufmerksam geworden und haben sich beteiligt. „Unsere Spendenaktion hat geholfen, eine absolut transparente Kommunikation mit Freunden, Kollegen und anderen Fans zu führen. Jeder konnte sehen wie viel gespendet worden ist und die Sicherheit  war da, dass die Gelder dort landen, wo sie gebraucht werden. Das ist das Tolle an der heutigen Digitalisierung und an der Möglichkeit, Online eine Spendenaktion zu starten. Es gibt keine bürokratischen Hürden, wir mussten kein extra Spendenkonto einrichten oder die Geldflüsse koordinieren. Wenn man viele Menschen erreichen möchte, ist es wichtig, das Ganze möglichst einfach zu gestalten.“
Stefan Günther fasst Wanderung und Spendenaktion sehr treffend so zusammen: „Wenn man ein paar Tage mit den gleichen Menschen unterwegs ist, kommt viel Unsinn zusammen. Und manchmal entsteht daraus etwas sehr Snnvolles!“

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