Wir hören nicht auf!

Nikos Kaitsas

Nikos Kaitsas bedankt sich bei seinen Blog-Lesern und bittet um weitere Unterstützung für die SOS-Kinderdörfer in Griechenland.

Ich kann mich nicht beschweren! Fast ein Jahr lang durfte ich euch Geschichten erzählen – auch, wenn ich mir wünschte, sie wären nicht so dramatisch und sorgenvoll gewesen. Ich bin glücklich, weil ihr alle, egal, ob ihr mit mir einer Meinung wart oder nicht, ein Teil der großen Gemeinschaft geworden seid, die an der Arbeit der SOS-Kinderdörfer in Griechenland Anteil nehmen.

Unser Land geht gerade durch eine schwere Krise, die alle Ebenen unseres sozioökonomischen Systems betrifft, daran ist nicht zu rütteln. Dass wir nicht alleine sind, sondern immer wieder Unterstützung von SOS-Kinderdorf-Freunden gerade auch aus Deutschland erhalten, hilft enorm! Weiterlesen

Ein attraktiver Arbeitgeber in Griechenland: die SOS-Kinderdörfer

Anlaufstelle SOS: Die Kinderdörfer sind derzeit ein attraktver Arbeitgeber.

Liebe Freunde,

Danke für euer Interesse und die Kommentare der letzten Wochen. In einem der nächsten Texte werde ich versuchen, einige Antworten zu geben.

Vor einiger Zeit haben wir im Internet und in Zeitungen eine neue Stellenanzeige aufgegeben. Für die drei SOS-Kinderdörfer in Athen, Thessaloniki und Alexandroupoli suchen wir sogenannte SOS-Tanten oder auch Familienhelferinnen. Sie arbeiten eng mit den SOS-Müttern zusammen und unterstützen sie bei ihrer täglichen Arbeit. Weiterlesen

600 Euro zum Leben

600 Euro im Monat für eine vierköpfige Famile: Wie soll man damit nur über die Runden kommen?

600 Euro im Monat für eine vierköpfige Famile: Wie soll man damit nur über die Runden kommen?

Liebe Freunde,

Auch wenn mit dem September die Temperaturen zu sinken beginnen, ist deutlich spürbar, dass die Atmosphäre generell – aufgrund der Forderungen des Internationalen Währungsfonds und der Troika – weiter aufgeladen ist. Die Einschnitte, die die griechische Regierung derzeit vornimmt, betreffen sämtliche Leistungen im sozialen und gesundheitlichen Bereich, von denen die Gesellschaft bisher profitiert hat. Das führt dazu, dass soziale Belange immer mehr vom Staat abgespalten werden und sich allerorts private Initiativen bilden, die hier einspringen. Weiterlesen

Summertime and the livin’ was easy…

Zwei griechische Jungen nach dem Basketball-Spiel.

Für viele griechische Familien ist Urlaub Luxus geworden. In Feriencamps der SOS-Kinderdörfer haben die Kinder dennoch Spaß.

Die Version von „Summertime“, gesungen von Ella Fitzgerald und Louis Armstrong, ist mein absoluter Favorit…

Griechische Sommer sind (oder soll ich sagen: waren) wie ein Märchen. Das ganze Land wird im Sommer zu einem wunderbaren Ort, um zu entspannen und in Verbindung mit sich selbst zu sein, um mediterrane Küche von bester Qualität und mit unglaublichen Aromen zu genießen. Um in einzigartigen Buchten zu schwimmen und wunderbare Menschen zu treffen.

Ich schreibe diese Zeilen aus dem Urlaub im Spätsommer … zu Hause in Athen. Weiterlesen

Eben noch hatten wir ein gutes Leben…

Die eigene Familie ist für Kinder natürlich der beste Ort zum Aufwachsen. Die SOS-Sozialzentren unterstüzten in der Krise.

Die eigene Familie ist für Kinder natürlich der beste Ort zum Aufwachsen. Die SOS-Sozialzentren unterstüzten in der Krise.

Liebe Freunde,

Die Krise wird schlimmer und schlimmer und betrifft mittlerweile soziale Schichten, die bislang stabil waren. Auch die Kinder in den SOS-Kinderdörfern sind natürlich betroffen, aber der Unterschied zu anderen Familien ist, dass sich die Struktur, innerhalb derer sie sich befinden, nicht verändert. Weiterlesen

Liebe in Zeiten der Krise

Eine SOS-Mutter betreut ein kleines Mädchen.

Kinder, die im Haus "Eliza" betreut werden, bekommen Liebe, Fürsorge und professionelle Unterstützung.

Liebe Freunde,

zunächst möchte ich mich für die rege Diskussion der letzten Wochen bedanken, für eure Begeisterung, Unterstützung, Kritik, eure Kommentare – zustimmend oder auch nicht.

Entscheidend ist, dass Raum ist für die verschiedenen Meinungen, Gewohnheiten und Urteile von Menschen mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund – aber auch mit vielen Gemeinsamkeiten. Weiterlesen

Gesellschaft mit Suizidgedanken

Ein Mann steht vor einem geschlossenen Geschäft.

Geschäfte werden geschlossen, die Menschen verlieren ihre Arbeit: Der seelische Druck steigt.

Wer in diesen Tagen in Griechenland die Zeitung aufschlägt, findet Nachrichten wie diese: „Ein 38-jähriger Geologie-Dozent hat sich erhängt. Am gleichen Tag ist ein 35-jähriger Priester von seinem Balkon gesprungen. …Ein 77-jähriger ehemaliger Apotheker erschoss sich mitten in Athen…

Griechenland hatte bislang eine der niedrigsten Selbstmordraten weltweit. Noch im Jahr 2009 kamen 2,8 Suizide auf 100.000 Menschen. Jetzt scheint sich das dramatisch zu ändern. Weiterlesen

Politisches Gespür für Kinder

Das griechische Parlament am Syntagma-Platz in Athen.

Die Griechen haben gewählt. Nun müssen die großen Parteien eine Regierung bilden.

Liebe Freunde,

welchen Einfluss haben die Wahlen auf unser Land und auf die Arbeit der SOS-Kinderdörfer? Lasst mich etwas ausholen.

Nachdem Griechenland gewählt hat, sitzen nun die Vertreter der drei großen Parteien PASOK, DIMAR und New Democracy zusammen und suchen nach einer Basis, um gemeinsam eine Regierung bilden zu können. (Nur die größte Oppositionspartei SYRIZA ist nicht dabei.) Weiterlesen

Die Wahrheit zwischen den Lügen

Zwei Frauen packen Kartons mit Lebensmitteln für die SOS-Familienhilfe.

Endlich: Die Teams der SOS-Sozialzentren sind gefunden und können mit ihrer Arbeit beginnen.

Seit zwei Wochen habe ich das starke Gefühl, einen Meilenstein überschritten zu haben: Die aufwändigen Bewerbungsverfahren der vergangenen Monate sind fast abgeschlossen, die Teams für unsere SOS-Sozialzentren stehen. In Herakleion, Kalamata, Komotini, Thessaloniki und Alexandroupoli werden sehr bald erstklassig ausgebildete Leute in eines unserer zukunftsträchtigsten Programme einsteigen: die SOS-Familienhilfe.  Weiterlesen

Männer psychologisch am schlimmsten betroffen

Keine Arbeit, keine Hoffnung: Männer und junge Erwachsene sind besonders häufig auf psychologische Hilfe angewiesen.

Keine Arbeit, keine Hoffnung: Männer und junge Erwachsene sind besonders häufig auf psychologische Hilfe angewiesen.

Es sind die Männer, die psychologisch am schlimmsten von der Krise betroffen sind! Diese Erkenntnis kristallisiert sich aus unseren ersten Daten heraus, die wir im Rahmen der SOS-Familienhilfe erhoben haben. Demnach sind 65 Prozent der Menschen, die psychologische Hilfe benötigen, Männer zwischen 30 und 45 Jahren, also in einem besonders produktiven Alter, die die größte finanzielle Verantwortung tragen. Es ist allzu offensichtlich, dass der Mangel an Jobs, der Mangel an Perspektiven und die Aussichten auf eine düstere Zukunft für die griechische Gesellschaft großen Stress bedeuten.

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