Darum sind wir geflohen…

Wie kommt jemand auf die Idee, mitsamt seiner Familie in einem überfüllten Boot unter denkbar schlechten Bedingungen die Fahrt über das Meer anzutreten? Oder einen riskanten und kräftezehrenden Fußmarsch auf sich zu nehmen, um sein Land zu verlassen?

Familie

Mouhammad, Ahlam und ihre Kinder leben unter ärmlichen Bedingungen im Libanon, aber immerhin sind sie sicher.

Stellst du den Menschen in Syrien diese Frage, variieren die Antworten zwischen Angst zu sterben, Angst, die Familie oder Freunde zu verlieren, Angst, verletzt, gefoltert oder verstümmelt zu werden. In einem Land, das als das gefährlichste der Welt gilt und in dem jeder ganz normale Tag hohe Risiken birgt, ist eine lebensgefährliche Flucht nur eine weitere Situation, die den Tod bringen kann. Aber vielleicht auch das Leben.

Bei meinem letzten Besuch im Libanon traf ich die 9-jährige Khulud, ihre Eltern und ihre sieben Geschwister. Die Familie lebte ursprünglich in dem Gouvernement Idleb im Nordwesten Syriens, eine der heute am stärksten zerstörten Gegenden des Landes. An dem Tag, an dem sie beschlossen, ihre Heimat so schnell wie möglich zu verlassen, war eine Bombe direkt vor ihrem Haus explodiert. Fünf Kinder, die dort gespielt hatten, waren getötet worden. „Es war furchtbar, wir kannten die Kinder alle“, sagt Khuluds Mutter Ahlam. „Immer wieder kam mir die Vorstellung, dass es auch meine eigenen hätten gewesen sein können.“

Khulud erinnert sich: „Meine Mutter sagte mir, dass ich wegschauen soll, aber ich sah meine Freunde in Stücke zerrissen. Da waren Arme und Beine, die zu keinem Körper mehr gehörten.“

Die Familie machte sich zu Fuß auf den Weg von Dorf zu Dorf, um ein neues Zuhause zu finden, über Straßen, die von bewaffneten Gruppen kontrolliert wurden. In manchen Dörfern gewährte man ihnen Unterschlupf, aber selten länger als drei Tage – zwei Erwachsene und acht Kinder waren nicht so einfach aufzunehmen. Die Reise sollte ein ganzes Jahr dauern. Khuluds Vater Mouhammad erzählt: „Wir hatten nicht viele Kleider dabei und im Winter war es furchtbar kalt. Die Kinder und auch meine Frau weinten, weil sie so froren. In manchen Nächten dachten wir, wir würden eher erfrieren als dass der Krieg uns töten würde. Oft hatten wir Hunger und an manchen Tagen aßen wir Gras und Blätter, an anderen gar nichts.“

Haus

Das Haus, in dem die Familie lebt, sieht aus, als würde es bald zusammenbrechen. Es gibt keine Türen, keine Fenster, kein Wasser und keine sanitären Anlagen.

Ahlam sagt: „Ich war so hilflos, wenn ich abends meine Kinder dabei betrachtete, wie sie mit ihren kleinen Gesichtern auf den eiskalten Steinen lagen und versuchten einzuschlafen. Immer wieder kamen mir die Tränen bei dem Gedanken, dass wir es nie wieder so gut haben würden wie früher.“

Vergeblich versuchte die Familie, ein neues Zuhause in Syrien zu finden, sodass sie sich schließlich dazu entschied, in den Libanon auszuwandern. Die Grenze war überfüllt mit Flüchtlingen, und so dauerte es drei Tage, bis die Familie Syrien verlassen konnte. Mouhammad, gelernter Bauarbeiter, hatte den Plan, dort einige Monate zu arbeiten und anschließend  nach Syrien zurückzukehren. Inzwischen sind aus den Monaten mehr als zwei Jahre geworden. Das Haus, in dem die Familie wohnt, sieht aus, als würde es jeden Moment zusammenbrechen; es fehlen Türen, Fenster, Wasseranschlüsse und sanitäre Einrichtungen.

Im Libanon gelten strenge Bedingungen für Syrer, die im Land bleiben möchten, und wie viele andere hat Mouhammad keine offizielle Genehmigung bekommen. Er kann seine Kinder somit auch nicht an der Schule anmelden. Khulud und ihre Geschwister arbeiten stattdessen auf den Feldern oder übernehmen andere Gelegenheitsjobs, um zum Familienunterhalt beizutragen.

Kinder

As Flüchtlinge dürfen die Kinder im Libanon nicht zur Schule gehen. Oft arbeiten sie auf den Feldern, um zum Familienhaushalt beizutragen.

Mouhammad sagt: „Wir haben vieles verloren, unser Haus, unsere Kleidung, Freunde und Nachbarn, aber am schlimmsten ist es, dass wir unsere Würde verloren haben.“

Als vor einigen Wochen in den weltweiten Zeitungen das Foto eines kleinen Flüchtlingsjungen erschien, der tot am Strand lag, war Mouhammad erschüttert. „Es wurde mir so deutlich, wie fragil das Leben meiner Kinder ist. Ihre Sicherheit ist mir das allerwichtigste.“

Ahlam wünschte sich, dass ihre Kinder irgendwann wieder zur Schule gehen können, damit sie später für sich sorgen können.  Auch Khulud träumt davon. „Ich möchte lernen, wie man einen Stift richtig hält und wie man seinen Namen schreibt. Später möchte ich Ärztin werden. Dann könnte ich meinen Freunden helfen, die vor unserem Haus in Syrien ihre Arme und Beine verloren haben.“

30 Antworten auf Darum sind wir geflohen…

  1. Marie sagt:

    Danke für diesen Report. Ich war als Kind selbst Flüchtling und weiß, dass man selbst mit der gleichen Staatsangehörigkeit und Ethnik von Deutschen abgelehnt werden kann – nur weil man Flüchtling ist. Die Angst vor dem Unbekannten, die sich auch heute in Xenophobie zeigt, ist dem Menschen eigen, sie kann aber überwunden werden. Dies ist wichtig, dass sie überwunden werden kann. Allerdings muß halt auch die Bereitschaft zur Offenheit da sein, so dass man auch die Vorteile erleben kann, die aus der Offenheit resultieren. Dann können auch die Probleme, die entstehen können, mit Verständnis oder Toleranz gelöst oder wenigstens gemildert werden. Ohne Bereitschaft – auf beiden Seiten – geht allerdings gar nichts.
    Was mir nur auffällt, ist dass die afrikanischen Flüchtlinge gar nicht mehr erwähnt werden. Auch der kleine ertrunkene Junge, dessen Bild um die Welt ging, ist doch nur ein einziges Kind. Es sind doch schon vorher viele Kinder ertrunken, als afrikanische Flüchtlinge – Männer, Frauen, Kinder, sogar Neugeborene – mit ihren überfüllten Booten kenterten und viele ertranken. Warum hat den da keiner aufgeschrien? Angst vor dem „Schwarzen Mann“? oder vor Boko Haram?

    Herzliche Grüße
    Marie

    • Der Lichtbringer sagt:

      95% der „Flüchtlinge“ sind junge muslimische gesunde Männer. Die fliehen vor dem Krieg. Besser gesagt vor der Zwangsrekrutierung durch die syrische und die irakische Armee. Das heißt sie flüchten vor der Pflicht zur Verteidigung ihrer Heimat gegen eine barbarisch Terrororganisation. Des nennt man desertieren. Und sie flüchten nicht in ein sicheres Land wie die Türkei, Griechenland, Ungarn … Nein. sie durchqueren 10 Länder in denen ihnen keinerlei Gefahr für Leib und Leben droht. Ins Paradies. Ich kann diese Tränengeschichten nicht mehr hören!

  2. rika sagt:

    die welt ist aus den fugen – das hat schon shakesbeare gesagt.wir können nicht die ganze armut der welt aufnehmen,wie naiv bist denn du. pass auf wenn vor deiner tuer 20 asylanten stehen-und wage sie ja nicht wegzuschicken.

    • udohmen sagt:

      Solch ein Kommentar zeugt davon, dass du keine Ahnung hast was Not wirklich ist. Missgunst, Neid und Engstirnigkeit sind das meine Landsleute? Wenn ich die Parolen von Pegida und solche Kommentare wie deinen höre, schäme ich mich eine Deutsche zu sein, 20 Flüchtlinge vor meiner Tür gerne, aber nicht eine Person die solche Worte sagt.

      • Norbert Klein sagt:

        Naja, die 20 Leute (oder auch mehr) werden sehr bald vor Deiner Tür stehen, keine Sorge! Die Frage ist nur, wer hilft Dir dann in der Not? Mit unseren europäischen Nachbarn haben wir es uns ja ziemlich verscherzt.

    • Rosie sagt:

      Da hast du Recht.
      Schau mal diese vielen Kinder und bettelarm und dann noch jammern. Da habe ich kein Mitleid. Ich kann mit nur Kinder leisten die ich auch selbst ernähren kann.
      Bei uns werden Eltern mit 3 Kindern schon als Assis beschimpft!
      Diese heuchelei stinkt einem an.

      • Frank Sommerfeld sagt:

        Ja ,das ist richtig. Die Welt voller ungebildeter Menschen. Keine Ahnung ,wie die Geburtenzahl begrenzt wird und jammern. Sollen wir Ungläubige für die Überbevölkerung im Nahen Osten grade stehen und die durchfüttern.???
        Als Hamburger Handwerksmeister kann man gerade zwei Kinder ernähren ,trotz Kindergeld und Steuervergünstigung. Warum wird sowas überhaupt gezeigt ?

        • Brrrrr sagt:

          ich würde gern wissen, ob an diesen wahren Missständen in unserer Gesellschaft die Migranten schuld sind??????? Sicher doch nicht! Diese Kritik ist berechtigt, gehört aber ganz sicher NICHT unter DIESEN Artikel! Hier geht es um Ängste und Bedürfnisse und Gedanken von Kriegsopfern, nicht um die Scheiß Sozialpolitik dieser verschi… „Republik“…..

          • Waltraud sagt:

            Ich bin entsetzt über manche Kommentare unter so einem Artikel. Ist denn bei den Europäer jegliche Humanität verloren gegangen? Das ist wirklich nicht mehr mein Land. Ich habe immer geglaubt, wir Deutsche und Europäer wollen unsere Werte verteidigen und dazu gehört für mich an erster Stelle, anderen Menschen in ihrer Not zu helfen.

      • Biene sagt:

        Erschütternd, was hier – auf einer Seite der SOS Kinderdörfer – geschrieben wird, wie heuchlerisch und gefühllos!
        Kein Kind kann und konnte sich jemals aussuchen wo und wann es geboren wurde. Weder in welchem Land, ob als erstes oder als siebendes, ob in Afrika oder Europa, ob schwarz oder weiß, arm oder reich.
        Ihr habt kein Mitleid mit Kindern??, die oft unvorstellbar grausame Sachen gesehen haben und deren Leben oft jeden Tag bedroht ist? Die hungern oder krank sind, im Krieg leben oder ihre Familien verlohren haben?
        Was seit Ihr dann für Menschen – arme Welt! Ein Kind ist nur ein Kind – jedes einzigartig – und es ist für nichts was hier passiert verantwortlich!
        …und ganz ehrlich: „ein Hamburger kann sich nur zwei Kinder leisten.“ ?
        Wie viel Lebensmittel werft Ihr weg (Deutschland 1/3), wieviele Klamotten hat jeder im Schrank, die er nie trägt, wie groß ist eure Wohnung und euer Auto und falls Ihr eigene Kinder habt, wie groß sind die Spielzeug- und Klamottenberge… kann sich jeder selbst beantworten! Ich nehme mich da nicht aus. Auch wir haben das alles, incl. sehr gut versorgter Kinder. Wir können es uns wohl leisten zu helfen oder was habt Ihr persönlich schon abgeben müssen? Was hat es euch persönlich schon gekostet?
        Ich will und werde nicht wegschauen und hoffe, es gibt noch viele mitfühlende Menschen, die bereit sind, etwas zu tun!
        ..und übringens…auch ich würde alles dafür tun, dass mein 15jähriger Sohn nicht in einen Krieg ziehen müsste, in dem gemordet und gefoltert wird. Wenn wegschicken die einzige Mögichkeit wäre ihn zu schützen, dann würde ich es tun! Wenn Ihr Kinder habt, fragt euch doch nur einmal was Ihr alles auf euch nehmen würdet, um sie zu schützen…………..

        • sos-kinderdoerfer sagt:

          Danke für Ihren Beitrag, Biene. Sicher sind viele Menschen dieser Meinung, die sich hier nicht zu Wort melden. Wer aber doch seine Meinung kundtun möchte, kann aktuell der Petition der SOS-Kinderdörfer anschließen, in der wir einen besseren Schutz für Flüchtlingskinder und mehr Bemühung um ihre Integration fordern. Knapp 60.000 Menschen haben bereits unterschrieben: http://www.sos-petition.de

    • Brrrrr sagt:

      solche absolut unpassenden Kommentare zeigen, wes Geistes Kind – und vor allem wes Herzens Kind – ihr seid! Schämen solltet ihr euch, aber dazu reicht es bei euch sicher auch nicht aus…. Ich bin mir ganz sicher, sdass ihr OHNE Asylbewerber auch nicht besser gelebt habt und dass sich mit ihnen für solche wie euch auch nichts ändern wird…. Andere vor`s Loch schieben, wo man selbst unfähig ist, sein Leben zu gestalten… Ich schäme mich , wenn ich solche Kommentare lese, Deutsch zu sein ……

    • Kristin sagt:

      die Welt ist aus den Fugen! Das stimmt! Wenn ich dich so reden hören bzw. schreiben sehe glaub ich tatsächlich auch, dass du so gar keine Ahnung hast. Ich habe schon ALLES an Vorurteilen gehört und die meisten Leute haben einfach nur keine Ahnung ABER stellen dann auch irgendwann die richtigen Fragen zu dem Thema. WAS hast du für Vorurteile und Fragen?? Rede nicht nur schlecht (das wirkt als hättest du gar keine Ahnung) sondern denke drüber nach und stelle Fragen. Glaub mir… ich werde dir viele beantworten können und wenn du dann immer noch kein Verständnis hast reden wir weiter. Wir werden nicht in der Lage sein uns vor allem Unheil und Unrecht zu verstecken. Ich vertrete definitiv die Meinung, dass wir Menschen in Not (gerade Kinder) aufnehmen müssen und ich spreche dabei nicht von Wirtschaftsflüchtlingen.

      Was ich mache, wenn 20 Asylanten vor meiner Tür stehen? Mich wenigstens erst einmal mit ihnen unterhalten und nicht gleich kreischend die Tür zuknallen! Wir müssen alle keine Superhelden sein, die den Leuten sofort einen warmen Platz am Kamin, essen, trinken und ein Bett anbieten ABER wir müssen uns der Sache stellen und können uns nicht hinter unseren Türen verstecken.

      Wenn du also wirklich 20 Asylbewerber vor deiner Tür stehen hast: Mach sie doch einfach auf, begrüße sie, versuche Kontakt aufzunehmen und rufe beim zuständigen Amt an bzw. bei der AWO! Die fangen dann nämlich an das ganze zu regeln, sorgen für Unterbringung usw.!

      Integration Bedeutet: Hilfe zur Selbsthilfe! Es kann ein einfaches Gespräch unter Nachbarn sein, eine Einladung zum Laternelaufen oder einen Kuchen backen! Ihr seit immer so kompliziert, anstrengend und vor allen Dingen ängstlich.

      • Erdenbuerger sagt:

        Ich biete mal ein leicht modifiziertes Szenario, dass den Beitrag von rika ein wenig erweitert:
        Stellt Euch mal vor, ihr lebt in einem Mehrfamilienhaus zur Miete. Da ihr euch alle untereinander recht gut versteht, beschließt ihr eure Wohnungstüren zu entfernen und alle in einer großen Gemeinschaft zu leben. Irgendwann beschließt der Hausbesitzer, ohne euch zu fragen, die Hauseinganstür zu entfernen und jeden rein zu lassen, der auch rein will und dass, ohne groß zu überprüfen, wer das Haus betritt.
        Lasst ihr daraufhin eure Wohnung offen stehen, oder setzt ihr die Tür wieder ein und versperrt sie eventuell auch noch?

  3. Johannes Grüppen sagt:

    …die Seite hat mich sehr angesprochen…ich habe seit 7 Jahren eine iranische Familie in einer meiner Wohnungen (Politischer Flüchtling)…eine sehr Gute Wahl…sehr sauber…auch eine russische Familie hatte ich mal…sind mit 5 Personen eingezogen und mit 12 Personen ausgezogen…die Wohnung wurde echt zu klein…in meinen Kleinwohnungen habe ich zur Zeit 2 behinderte Männer…einer ist Supersauber…der andere lässt seine Wohnung versiffen…ich bräuchte jetzt einen Putzmann…der meine Wohnung reinigt…Fenster putzt…Wäscht…usw…warum gibt es bei den Flüchtlingen keine Infozettel was die alles können…ich habe noch eine Kleinwohnung frei…aber bei den Behörden stoße ich da nur auf Uninteresse…“Unsere Migranten sind alle dezentral untergebracht…wir haben noch Kapazitäten an Wohnungen frei…die Migranten finden alle einen guten Arbeitsplatz bei den hisigen Firmen“ aber ich kann ihnen Kontonummern nennen wo sie Geld spenden können…und heute, am 16. 10. hatte der Oberkreisdirektor dann ein Intervief mit NDR 1, das in Nordhorn Turnhallen als Notunterkünfte erstellt werden…Die Leute reden mit gespaltener Zunge.

  4. B.B sagt:

    Wer zuständisch ist?
    Bashar Asad oder Euorpa.

  5. Chinaqueen2004 sagt:

    Ich möchte auf einer Anti-Asylanten Demo sprechen. Mein Text:
    Ich verstehe, daß Sie gegen Flüchtlinge demonstrieren. Aber es tun sich Fragen auf, bei deren Beantwortung Sie mir helfen können. Sie alle. Fangen wir doch mal an:
    1. Wer von Ihnen ist hier geboren?
    Prima, die stellen sich mal bitte auf die eine Seite.
    2. Von denen, die hier geboren sind, wessen Eltern sind hier geboren?
    Die stellen sich bitte noch ein Stück weiter.
    3. Von denen, die sich jetzt noch ein Stück weiter gestellt haben: wessen Großeltern sind hier geboren? Bitte noch ein Stück weiter stellen.
    Sie alle unter Punkt 3 haben das Recht zu demonstrieren. Alle anderen sollten den Mund halten, denn Ihre Familien sind irgendwann von irgendwo hierher gekommen und sind aufgenommen worden und haben sich so integriert, daß sie meinen, jetzt das Recht zu haben gegen Flüchtlinge zu demontrieren.
    Also, krempelt die Ärmel hoch und fangt an zu helfen.

    • Erdenbuerger sagt:

      Tut mir leid das schreiben zu müssen, aber ich habe selten so einen Quatsch gelesen!
      Was viele von Euch sogenannten „Gutmenschen“ (meines Erachtens nach ein genauso dämlicher Begriff wie „Migrationshintergrund“) nicht verstehen:
      Viele Menschen, die die aktuelle Flüchtlingskrise und die unkontrollierte Zuwanderung kritisch sehen (ich gehöre dazu), haben nichts gegen die Flüchtlinge an sich, sondern gegen die zu erwartenden und möglichen Konsequenzen dieser Zuwanderung.

      Sehen wir doch mal in der Geschichte der Menschheit nach:

      Jahr 1066: Die Normannische Invasion Englands wirkte sich verheerend auf die altenglische Kultur und Sprache aus. Ob es, im Nachhinein betrachtet, eine positive oder negative Entwicklung war, ist Ansichtssache. Tatsache ist, das Leben der Menschen in England damalswurde dadurch garantiert nicht angenehmer.

      Jahr 1492: Die Europäer entdecken Amerika. Die ersten Besucher wurden von den Einheimischen noch freundlich begrüßt und teilweise auch versorgt. Schon sehr bald jedoch wendete sich das Blatt. Und warum? Die Gäste hörten nicht auf, immer weitere Menschen nachzuliefern und wie das für die damaligen Ureinwohner endete, ist hinreichend bekannt.

      Ich könnte noch ausreichend weiterer Beispiele aufführen, wüde aber nicht mehr viel an meiner Aussage ändern: immer wenn zwei unterschiedliche Kulturen in ausreichender Zahl aufeinander treffen, gibt es Blutvergießen. Wir Menschen sind leider so.
      Das ist es, was mir Sorgen macht. Das wir helfen müssen, dem stimme ich zu. Aber bitte nicht so chaotisch und vor allem, nicht hier. Die Hilfe muss dahin, wo die Not herrscht und nicht umgekehrt.

    • Norbert Klein sagt:

      Hallo Chinaqueen, Dein Beitrag ist leider ziemlich unsinnig. Meine Vorfahren stammen aus Schlesien und Ostpreußen. Beide Gebiete waren damals deutsch. Meine Vorfahren sind zum Teil der Liebe wegen in das heutige Brandenburg gezogen, zum teil wurden sie nach dem 2. Weltkrieg vertrieben. Aber es waren Deutsche mit deutscher Sprache, deutscher Kultur.
      Das mit heute zu vergleichen, ist einfach Unfug. Hier kommen in der Mehrzahl (angeblich ca. 80%) junge Männer aus streng islamischen Kulturkreisen, die mit der hiesigen Kultur nichts anfangen können und sich niemals integrieren werden. Die 20% Familien mit Kindern und tatsächlichen Fluchtgründen nehme ich davon ausdrücklich aus. Aber der Rest soll gefälligst in seiner Heimat dafür sorgen, dass sie wieder aufgebaut wird.

  6. Frank Sommerfeld sagt:

    Na das passt dann doch nicht. Die ganzen europäischen Menschen nach Amerika . nana.Ich selber wurde in Breslau geboren ,nach 45 in Mecklenburg gelandet und 1975 über die Ostsee gepaddelt und seitdem in Hamburg lebend. Was hat diese Geschichte mit der aktuellen Flüchtlingskrise aus dem Nahen Osten bzw. von Romas vom Balkan zu tun 45 war Krieg .Romas vom Balkan haben keine Arbeit und brauchen Überlebensmittel Bringt nicht zwei verschiedene Sachen ducheinander. Ausserdem war Amerika damals dünn besiedelt

  7. Bernd Wessel sagt:

    Ich bin 1941 in Niederschlesien geboren, wir hatten eine 57-Morgen-Landwirtschaft, Pferde, Kühe usw., waren also versorgt. Dann wurde unsere 7-köpfige Familie und ca. 60 weitere 1946 aus Gläsersdorf, der Heimat, von Russen / Polen eskortiert zum Bahnhof vertrieben. Es ging immer weiter, bis zur holländischen Grenze. Die Gemeinde verfügte, dass wir in ein Haus mit einzuziehen hatten. Man zeigte uns eine Gartenfläche, wo man säen und ernten konnte….sonst nichts, keine Mietbeihilfe, Kindergeld oder sonst was. Und der ehemals selbständige Landwirt ging in die Ziegelei, um Geld für die große Familie zu verdienen. Beim Hausbau 1963/64 haben wir für unser Ehemaliges rund 13.000 DM erhalten, der Bau kostete ca. 80.000 DM – verdammt wenig! Durch viel Fleiß kamen wir auf die Beine, haben eine neue Heimat gefunden.

  8. Hendrik Kleps sagt:

    Menschen glauben gern an was. An Götter, Führer, ihren Endsieg
    und „dass wir es schaffen!“. Die Natur glaubt gar nichts, nur an
    Sieg oder Niederlage. Also schaumama in 100 Jahren, ob dann
    2 oder mehr Milliarden zu uns wollen und wir sie aufnehmen
    können in ehem Dorf-Discos mit Refjuschies wellkam

    • Norbert Klein sagt:

      Das dauert keine 100 Jahre. Ich fürchte, dass wir noch in diesem Jahr nahe an einen Bürgerkrieg kommen werden, sollte Frau Merkel nicht umgehend zurücktreten und das Volk in Neuwahlen über den Umgang mit Flüchtlingen entscheiden kann.

  9. Lothar Schnell sagt:

    Bernd Wessel genau darüber sollten wir uns mal Gedanken machen, welche Staaten hätten nach der Vertreibung diese Flüchtlinge aufgenommen und vor allem mit Geld Kleidung Arzt usw. versorgt.
    Und dann haben genau diese ,, Flüchtlinge,, Stein für Stein Deutschland wieder aufgebaut ohne Sozialhilfe sondern mit der Hände Arbeit. Mein Tipp für diese Sozialschmarotzer wäre, gehet hin und tut dasselbe.

  10. Markus sagt:

    Liebe SOS Kinderdörfer. Ich spende seit frühester Jugend für Eure Organisation. Habe selbst eines der Kinderdörfer in Deutschland besucht – was gar nicht so einfach war, denn so viele Dörfer gibt es in D nicht. Ich verstehe den Zusammenhang zwischen der Familie auf dem Foto und einem Kinderdorf nicht, werde aber heute Nacht mal drüber nachdenken. Sollte ich zu dem Entschluss kommen, dass es Werbung ist noch mehr „Flüchlinge“, die nie wieder Deutschland verlassen werden, ins Land zu holen – und damit der Zweck eine Kinderdorfes nicht gegeben ist – werde ich meine Zahlungen an Ihre Organisation zukünftig einstellen.
    Gruss Markus

    • sos-kinderdoerfer sagt:

      Lieber Markus,

      vielen Dank für Ihren Kommentar. Ich möchte Ihnen die Position und Aktivitäten der SOS-Kinderdörfer gern darlegen.

      Die SOS-Kinderdörfer betreuen aktuell Flüchtlinge in Krisengebieten (z.B. Syrien), tragen mit Schulen, Berufsausbildungszentren und Fortbildungen zur Entwicklung rückständiger Regionen bei und sorgen für angemessene Ausbildung und Betreuung unbegleiteter jugendlicher Flüchtlinge in europäischen Staaten (z.B. Deutschland, Österreich, Italien).

      Vor allem unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die in Europa ankommen, müssen altersgerecht betreut und untergebracht werden. Viele Flüchtlingskinder werden in Deutschland und Europa bleiben. Ziel muss es deshalb sein, diese Kinder und Jugendlichen nicht nur mit dem Nötigsten zu versorgen, sondern ihnen auch eine Chance auf gesellschaftliche Teilhabe und Bildung zu eröffnen.

      Des Weiteren müssen die Fluchtursachen vehementer und nachhaltiger in den Herkunftsländern bekämpft werden. Jedem jungen Menschen in Entwicklungsländern muss die Möglichkeit zur Schulbildung offen stehen, wie bereits in den UN-Millenniumentwicklungszielen von 2000 versprochen. Hier müssen die Vereinten Nationen ihre Mitglieder in die Pflicht nehmen. Westliche Staaten müssen hier verbindliche Zusagen zur Entwicklungshilfe machen und verbindliche Aktionspläne vorlegen.

      Sollten Sie weiterhin im Gespräch bleiben wollen, freuen wir uns.
      Viele Grüße aus dem Online Team der SOS-Kinderdörfer weltweit,
      Katja Saller

  11. Klaus Schneider sagt:

    Ich habe nichts gegen Flüchtlinge Kinder Frauen und Ältere Männer können in D bleiben,
    Aber die Jungen Syrer sollte man zurück schicken und für ihr Land gegen Assad Kämpfen.
    Für mich sind das keine Flüchtlinge sondern Feiglinge. Unsere Soldaten sollen für diese den Kopf hinhalten. Was unsere Regierung macht ist nicht richtig. Frau Merkel soll schnell abtreten, bevor Sie unser Land ins Chaos bringt.

    • Norbert Klein sagt:

      Warum steckt man diese gewaltbereiten jungen Männer nicht in eine Uniform, bildet sie aus und schickt sie nach Syrien, um ihr Land selbst zu befreien? Unsere Männer halten dort ihren Kopf hin, zum Dank werden unseren Frauen von denen „beglückt“!

  12. heinz Kübler sagt:

    Wer wundert sich über zunehmenden Hass? Ein Zurechtweisen von mir ( urinieren an eine Kirche )
    wurde mit „HALT DIE FRESSE DU DEUTSCHE SAU „geantwortet. Diese Schmach erspart sich
    Ungarn u. Polen. Die Faselei über „WIR BRAUCHEN STÄRKERE GESÄTZE “ kann doch keiner mehr hören. Was soll nur aus unser friedliches DEUTSCHLAND werden?

  13. Norbert Klein sagt:

    Es ist ein globales Problem: die Weltbevölkerung wächst weiter, obwohl es bereits jetzt zu viele Menschen gibt. Unser Dilemma ist : was können wir tun? Wir können ja schlecht sagen, es gibt zu viele, also lassen wir ein paar Millionen verhungern. Aber wie viele Fehlentwicklungen wird sich auch dieses Problem lösen. Die Natur wehrt sich – immer mehr Unwetter, Naturkatastophen, etc.
    Und wenn wir Menschen so weiter machen, wie bisher, wird es über kurz oder lang einen neuen Weltkrieg geben, danach ist dann wieder Platz – ob es dann allerdings noch Menschen gibt, bleibt zu bezweifeln.
    Was will ich damit sagen? Wir müssen durch rigorose Geburtenkontrolle das weitere Anwachsen der Menschheit verhindern.

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