Hermann-Böse Gymnasium macht sich für Liberia stark

Rund 800 Schüler verausgabten sich beim Sport und sammelten damit gleichzeitig Spenden für das SOS-Kinderdorf in Monrovia in Liberia.

Rund 800 Schüler verausgabten sich beim Sport und sammelten damit gleichzeitig Spenden für das SOS-Kinderdorf in Monrovia in Liberia.

Die Schüler des Bremer Hermann-Böse Gymnasiums haben an ihrer Schule die  Bundesjugendspiele in den Dienst der guten Sache gestellt. Rund 800 Kinder der Unter- und Mittelstufe verausgabten sich beim Sport und sammelten damit gleichzeitig Spenden für das SOS-Kinderdorf in Monrovia in Liberia. Die Menschen in dem westafrikanischen Land leiden schwer unter der Ebola-Seuche.

Sprint, Weitwurf, Ausdauerlauf und Weitsprung – in diesen Disziplinen sammelten die jungen Sportler Punkte, die anschließend in ihre Urkunden eingetragen wurden. Zuvor hatten sich die Kinder schon um Sponsoren gekümmert, die das jeweilige Punktergebnis versilbern sollten. Eltern, Verwandte und Freunde gaben einen bestimmten Euro- oder Cent-Betrag für jeden erarbeiten Punkt. Gemeinsam mit ihren Sponsoren stellten die Sportler ein vierstelliges Spendenergebnis für SOS in Liberia auf die Beine. Die SOS-Kinderdörfer kümmern sich dort künftig um Waisen, die durch Ebola ihre Eltern verloren haben. Zudem betreibt SOS dort 24 Stunden am Tag eine Klinik. Ebola-Fälle werden hier nicht behandelt. Aber bei vielen Krankheiten wie Malaria, Infektionskrankheiten oder bei Unfällen leistet die Klinik lebensrettende Maßnahmen. Mit den Spendengeldern der Schüler wurden u. a. Schutzanzüge, Desinfektionsmittel und Medikamente bezahlt.

Die Idee, den Sporttag mit einer Spendenaktion zu verbinden, stammt von der Schülervertretung unter der Leitung von Inés Faghihi und dem Lehrer Michael Jentzsch.  Dieser hat eine besondere Beziehung zu Liberia. Er wuchs dort als Sohn von Entwicklungshelfern auf. Durch den Ausbruch des Bürgerkrieges musste die Familie fliehen. Zurück blieb der liberianische Junge Ben, der Michael Jentzschs bester Freund war. Wie die beiden Jahre später wieder zusammenkamen, hat Jentzsch in seinem Buch „Blutsbrüder“ beschrieben.

Wer sich für das Buch „Blutsbrüder“ interessiert und mehr über Michael Jentzsch und sein SOS-Engagement erfahren möchte, findet weitere Informationen in unserer Rubrik Spender des Monats.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.