Ein Recht auf ein gutes Leben!

Kinder in der Schule der SOS-Familienhilfe

Kinder in der Schule der SOS-Familienhilfe

Kinder in der Schule der SOS-Familienhilfe Es ist ein gutes Gefühl, zu sehen, wie die Kreise, die wir ziehen, immer größer werden! Immer mehr Kinder in Mombasa wissen über ihre Rechte Bescheid!

Seit wir vor drei Jahren mit der SOS-Familienhilfe in Mombasa begonnen haben, haben wir viele, viele Workshops zum Thema Kinderrechte veranstaltet, für die Jungen und Mädchen selbst, für ihre Eltern oder Verwandten. Längst haben sich in den drei Armenvierteln, in denen wir arbeiten, regelmäßige Gruppen gegründet, in deren Fokus die Rechte der Kinder stehen.

Um die Wirkung zu erhöhen, möchten wir nun als Nächstes Kinderrechte-Gruppen in öffentlichen Schulen etablieren. Zunächst haben wir fünf Schulen angesprochen – und sind auf großes Interesse gestoßen; alle fünf wollten mitmachen, und so starteten wir mit 10 Lehrern und 50 Kindern der Klassen 6, 7 und 8.

Es war spannend für uns zu hören, was die Kinder schon über ihre Rechte wussten: „Wir haben ein Recht auf Bildung!“ „Wir haben ein Recht auf gesundheitliche Versorgung!“ „Wir haben ein Recht auf ein gutes Leben!“ Basiswissen war also da, aber über viele Details waren die Jungen und Mädchen dann doch erstaunt, und vor allem darüber, wie ernst die Rechte gemeint sind, dass sie von allen Ländern der Welt mit Ausnahme von Somalia und den USA unterzeichnet worden sind, und dass es juristische Konsequenzen für diejenigen haben kann, die die Kinderrechte missachten.

Auch Grundschulkinder können schon das Recht auf Bildung verstehen.

Auch Grundschulkinder können schon das Recht auf Bildung verstehen.

Ich finde das ganz wichtig den Kindern mitzuteilen, und genauso wichtig ist es, die verantwortlichen Erwachsenen aufzuklären – damit sich im Leben der Kinder in Zukunft tatsächlich konkret etwas ändert: Dass sie selbstverständlich in die Schule gehen können, gewaltfrei aufwachsen, an Entscheidungen, die sie betreffen, beteiligt werden….

Sowohl Kinder als auch Lehrer gingen schließlich mit einer Menge neuem Wissen zurück in ihre Schulen, und inzwischen haben wir schon die nächste Anfrage bekommen: Sie baten uns, auch mit den älteren Schülern zu arbeiten.

Natürlich wollen wir, und sobald wir die Kapazitäten haben, werden wir weitermachen. Auch andere, vertiefende Aktionen sind schon in Planung: Es gibt viele Eltern, die vor allem die Bedeutung von Bildung nicht wirklich nachvollziehen können. Sie waren vielleicht selbst nicht in der Schule und sehen nicht, warum ihre Kinder dorthin gehen sollen. Dabei ist es so wichtig, um einen Weg aus der Armut beschreiten zu können.

 Deshalb wollen wir uns als Nächstes verstärkt um das Recht auf Bildung kümmern, mit den betroffenen Eltern sprechen und sie auch darauf hinweisen, dass sie sich strafbar machen, wenn sie ihr Kind nicht in die Schule schicken. Viel lieber aber wollen wir sie davon überzeugen, wie wichtig Bildung für ihre Kinder ist!

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