Garten im Sack

Wie kann man sein eigenes Gemüse anbauen, ohne auch nur ein winziges Stück Land zu besitzen? In dem man die Pflanzen in einem Sack hochzieht! Eine geniale Sache und so geht es…

Man befüllt einen großen Sack aus Sisal oder Nylon mit Erde und setzt oben und in Löcher, die man in die Seiten schneidet, die Pflanzen.
Nachdem ich von dieser Methode gehört hatte, wollte ich unbedingt, dass die Familien in den Slums, die wir unterstützen, sie kennenlernen. Ich finde, das ist eine wirklich gute Möglichkeit, sein eigenes Gemüse zu züchten und so wieder ein kleines Stück Unabhängigkeit zu gewinnen. Über eine Firma, die Samen verkauft, fand ich schließlich einen Mitarbeiter des Landwirtschaftsministeriums, der zu uns kam und einen kostenlosen workshop zum Thema „sack gardening“ abhielt. Mehr als 30 Teilnehmer aus den Slums nahmen teil, die meisten sehr engagiert, fragten viel nach; es war ihnen wichtig.
Der Ministeriums-Beauftragte erklärte uns, dass die Methode wirklich sehr einfach und wenig arbeitsintensiv sei und kaum Platz brauche. Um die Säcke zu präparieren, ist es zunächst nötig, ein leeres Metall- oder Plastikrohr senkrecht in der Mitte zu positionieren und mit kleinen Steinen zu befüllen, anschließend füllt man Erde und Dünger in den Sack und zieht nun das Rohr wieder raus, so dass die Steine wie eine Säule in der Mitte des Sacks stehen bleiben. Sie sorgen dafür, dass später das Wasser auch wirklich bis zum Boden gelangt und die gesamte Erde gut bewässert werden kann.
Vor unserem Büro haben wir als praktische Übung die ersten Pflanzungen vorgenommen. Unser erster Sackgarten – bepflanzt mit Gemüse! Jeden Tag können wir beim Wachsen zuschauen.
Ich möchte nun möglichst bald einen örtlichen Samenproduzenten bitten, uns zu unterstützen, aber zunächst ist es Sache der Slumbewohner, ihren Teil beizutragen, sich um Säcke und Erde zu kümmern. Sobald alles zusammen ist, kann jeder vor seiner Hütte anfangen zu pflanzen. Wie so oft, schieben wir auch hier die Sache nur an, und setzen darauf, dass die Betroffenen selbst übernehmen. Das klappt immer besser. Manchmal glaubt man es kaum mehr, dass viele der Menschen  vor einigen Jahren, als wir unsere Programme starteten, völlig mutlos waren und kaum inneren Antrieb hatten. Natürlich haben nicht alle seitdem ihr Leben umgekrempelt, aber doch einige. Erst vor ein paar Tagen sprach ich mit einer Mutter, die lange Zeit für wenig Geld in Haushalten mitgeholfen hatte. Mit Hilfe der SOS-Familienstärkung hat sie inzwischen ein kleines Geschäft aufgebaut. Sie verkauft kleine Snacks und verdient damit weit mehr. Erst neulich sagte sie zu mir, dass sie sich nicht mehr vorstellen könne, für einen Hungerlohn und bei schlechter Behandlung in Haushalten zu arbeiten.
Und nun also die Sackgärten. Der Workshop-Leiter schlug uns vor, in den drei Armenvierteln nach freien Grundstücken Ausschau zu halten und mit den Besitzern zu verhandeln. Idealerweise bestückt man so ein ganzes Grundstück mit Sackgärten.
Die Leute sind Feuer und Flamme und wollen möglichst bald anfangen. Und ich habe wieder einmal  das gute Gefühl, dass es nicht umsonst ist, wenn ich morgens aus dem Bett aufstehe!

8 Antworten auf Garten im Sack

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