Tegla Loroupe – ein magischer Name!

Tegla Loroupe setzt sich für die SOS-Kinderdörfer ein!

Der Marathonstar Tegla Loroupe setzt sich für die SOS-Kinderdörfer ein!

Tegla Loroupe!
Der Name hat in Kenia einen magischen Klang. Er steht dafür, wie weit man kommen kann, ganz aus dem Nichts. Er steht für Selbstbewusstsein, für Emanzipation. Er lässt uns stolz sein auf unser Land, und ich habe mich wahnsinnig gefreut, als ich hörte, dass sich Tegla Loroupe, Marathonläuferin aus Kenia, die mehrmals den Weltrekord gebrochen hat, in Deutschland für die SOS-Kinderdörfer engagiert! Weiterlesen

Bitte fragen!

An "Water Kiosks" können die Menschen Wasser kaufen - leider ist es nicht immer sauber

Zurück in Mombasa – nach mehreren Wochen an verschiedenen Orten, in verschiedenen Workshops!  Ich hoffe, ihr verzeiht mir die lange Pause, aber ich war wirklich eingespannt und hatte zeitweise nicht einmal Internetzugang. Unter anderem waren wir im Norden Kenias, in Marsabit, wo ein neues SOS-Kinderdorf gebaut werden soll. Die Situation dort ist wirklich dramatisch, der Ort liegt in der Wüste und die Menschen haben nichts! Viele Kinder sind sich selbst überlassen. Wir waren dort, um Informationen zu sammeln. Weiterlesen

Drache mit krummen Hörnern

Ein schwarzes Monster! Ein Teufel! Ein Drache mit wilden Hörnern – so sieht AIDS auf den Bildern der Kinder aus. Ich hoffe, ihr verzeiht und lest trotzdem weiter, wenn ich wieder damit komme, aber leider ist AIDS einfach DIE große Herausforderung in unserer Arbeit! Niemand kann vorhersagen, wie lange es dauern wird, bis sich wirklich etwas ändert, denn was sich ändern muss, sind ja die Gewohnheiten der Menschen, und das ist unglaublich schwierig, wie wir alle selber wissen! Weiterlesen

Ich hab kein AIDS – ich bin verhext!

In dem Buch, in dem die Familien aufgelistet sind, die wir im Rahmen der SOS-Familienhilfe betreuen, gibt es eine Rubrik, in die der AIDS-Status der Kinder und Erwachsenen eingetragen wird. In manchen Fällen steht dahinter der kleine Kommentar „verleugnet“: Wir wissen, dass die Person HIV positiv ist, aber sie gibt es nicht zu, wie Helen zum Beispiel, deren richtigen Namen ich nicht preisgeben möchte, weil sie selbst auf keinen Fall möchte, dass jemand erfährt, dass sie infiziert ist. Weiterlesen

„Priscah, wie siehst du denn aus?“

Das Telefon klingelt. Ein Anruf aus Nairobi!
Ich freue mich immer, wenn ich Nachrichten von meinen Kollegen aus der Hauptstadt bekomme, denn bis vor zwei Jahren habe ich selbst dort gelebt. Für die SOS-Kinderdörfer habe ich mit AIDS-kranken Jungen und Mädchen gearbeitet, eine sehr intensive Zeit, viele der Kinder sind mir sehr ans Herz gewachsen und mit manchen bin ich immer noch in Kontakt.
Umso härter trifft mich nun die Nachricht, die mir der Kollege mitteilt: Ein Junge aus meinem Projekt ist gestorben! Weiterlesen

Ich hab ein Recht!

Was für Fragen hat ein Kind an das Leben?
Im Slum von Mombasa zum Beispiel diese: Warum haben andere Menschen genug zu essen, aber ausgerechnet ich nicht? Ich finde das unfair!
Warum interessiert es meine Eltern nicht, ob ich in die Schule gehe und mit wem ich mich treffe?
Und ein Kind, dem man nicht gesagt hat, dass es HIV positiv ist, fragt:
Warum muss ich Medikamente nehmen, obwohl ich mich gar nicht krank fühle? Meine Freunde nehmen die doch auch nicht! Weiterlesen

Businesstipps aus dem Armenviertel

Wenn Slumbewohner plötzlich zu Experten für Buchführung, Zeitmanagement und Geschäftsgründungen werden, ist das alles andere als alltäglich! Vor einem Jahr hatten die meisten nicht einmal ein Konto.
Auf den Stühlen sitzen Menschen aus den Slum-Vierteln Kisumu Ndogo und Shauri Yako. Vorne stehen die Referenten aus Mnasi Moja, ebenfalls ein Slum, und erklären den Zuhörern, wie man ein Konto führt, eine Gruppe leitet, ein Geschäft eröffnet. Stolz schwingt mit und Freude über das Erreichte. Absolut zu recht! Es ist wirklich toll, was diese Menschen bereits geschafft haben! Weiterlesen

Mittagessen auf Kredit

Wir wollen die Menschen nicht abhängig machen! Wir wollen sie nur für eine bestimmte Zeit unterstützen und mit ihnen gemeinsam Wege finden, ihr Leben wieder selbst zu meistern. Dieser ganz, ganz wichtige Grundsatz steht über all unseren Hilfeleistungen. Ein Beispiel: Zu Beginn der letzten Regenzeit hielt das Dach einer Schule, mit deren Leiterin wir eng zusammenarbeiten, nicht mehr stand. Die Räume standen völlig unter Wasser, an Unterricht war nicht zu denken. Weiterlesen

Drei Freunde – dreißig Euro

Mary (rechts) mit einer ihrer SchwesternDiese Zeit des Jahres ist wirklich eine Herausforderung, denn seit Beginn des neuen Schuljahres im Januar kommen immer wieder Familien, die in unserem Programm sind, auf mich zu und bitten darum, dass wir für sie das Schulgeld bezahlen. So wie Mary, von der ich beim letzten Mal erzählt habe, die mit ihrer Großmutter im Slum lebt und so gerne auf die weiterführende Schule gehen möchte. Oder zwei andere Familien, deren Söhne ebenfalls weiter zur Schule gehen möchten, aber das Geld nicht haben. Auch sie beide begabt und hoch motiviert, aber unser Budget ist längst ausgereizt. Weiterlesen

„Lasst mich zur Schule gehen!“

Draußen auf den Stuhlreihen vor meinem Büro sitzt Mary. Sie schluchzt und kriegt kaum ein Wort heraus. Mary ist zehn Jahre alt und gehört zu den Kindern, die wir unterstützen. Sie wächst bei ihrer Großmutter, Jane, auf, einer tollen Frau mit einem großen Herzen für Kinder und einer erstaunlichen Kraft. Zu ihrem Haushalt gehören eigene Kinder, Enkelkinder, Urenkel sowie die Kinder ihrer verstorbenen Geschwister. Mary hat im letzten Jahr die 4.Klasse beendet. Seitdem geht sie nicht mehr zur Schule, obwohl sie eine wirklich gute Schülerin ist, und genau darum sitzt sie hier bei mir. Weiterlesen