Neues „Zuhause in der Welt“: Blog zieht um!

Liebe Freunde und Leser dieses Blogs,

vier Jahre lang haben Mitarbeiter der SOS-Kinderdörfer aus der ganzen Welt auf dieser Seite ihre Geschichten erzählt. Insgesamt haben zehn Blog-Autoren 174 Texte verfasst! HineinspaziertSie haben uns in ihr Land schauen und teilhaben lassen an den oft bewegenden, selten gradlinigen Wegen der Kinder und Familien. Sie haben Rezepte weitergegeben, uns auf Hochzeiten und traditionelle Feste mitgenommen und ihr persönliches Bild der SOS-Kinderdörfer gezeichnet.

Nun zieht das blog „Zuhause in der Welt“ um!

Damit die Geschichten unserer Blog-Autoren möglichst viele Menschen erreichen, werden sie ab sofort direkt auf der Seite der SOS-Kinderdörfer unter SOS-Geschichten (https://www.sos-kinderdoerfer.de/aktuelles/sos-geschichten) zu finden sein.

Dort werden Tsering, Flutura, Anton, Helena, Libertad und ihre weltweiten Kollegen weiterhin über ihre Arbeit, ihre Erlebnisse und vor allem über die Jungen und Mädchen, die ihnen so am Herzen liegen, berichten. Es lohnt sich unbedingt vorbeizuschauen!

Hoffentlich also bis bald bei den SOS-Geschichten,

euer Team der SOS-Kinderdörfer weltweit

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Annas Gutenachtgeschichte

Vor langer Zeit lebte eine Familie in einem weit entfernten Königreich. Die Familie Anton_MiniPicwar sehr arm, aber sie besaß etwas viel besseres als Geld: Liebe. Es gehörten drei Söhne und eine wunderschöne Tochter namens Anna zu der Familie. Eine Tages starb der Vater im Krieg. Aber die Mutter blieb an der Seite ihrer Kinder, liebte sie sehr…

Familie

Es hat lange gedauert, bis Anna und Maxim Vertrauen zu Kinderdorfmutter Galina gefasst haben.

Wenn ein Junge oder Mädchen ein neues Zuhause im SOS-Kinderdorf bekommt, dann ist in seiner Vergangenheit immer etwas vorgefallen: Die Eltern sind gestorben oder haben es aus den verschiedenen Gründen nicht geschafft, für ihr Kind da zu sein.

Als Anna*, 9, und Maxim*, 8, vor drei Jahren ins Kinderdorf Kandalaksha kamen, hatten sie schon einige Stationen hinter sich: Ihre Mutter war nicht in der Lage gewesen, sich um sie kümmern, sodass die beiden Geschwister in eine Pflegefamilie gekommen waren, aber nach fünf Jahren hatten die Pflegeeltern die Kinder in ein Heim gegeben.

SOS-Mutter Galina erinnert sich gut an den Tag, an dem die Beiden schließlich bei uns ankamen: „Die Sonne schien, es war ein wunderschöner Tag, aber Anna und Maxim schauten düster, sie waren sehr verängstigt.“ Weiterlesen

Das Beste für unsere Welt

Seminat

My day, my way“ heißt das Fotoprojekt mit Jugendlichen im Kinderdorf Albanien, das ich als Seminarleiterin (2.v.l.) begleitet habe.

Ich habe mir selbst mal ein Versprechen gegeben: Ich möchte beständig Flutura_MiniPic_dtwachsen, ich möchte nie aufhören zu lernen. Ich möchte mich für die Menschenrechte engagieren und junge Leute dabei unterstützen, auf persönlicher wie beruflicher Ebene ihren Weg zu gehen.

Meine Motivation resultiert aus meinen eigenen Erfahrungen im Kinderdorf Albanien, wo ich Vielfalt und Harmonie erlebt habe. Wenn ich ein Bild für SOS finden sollte, dann wären das die tiefsten Wurzeln eines Baumes. SOS hat mich gelehrt, mich für das einzusetzen, was mir wichtig ist, angefangen bei meinen Kindheitsträumen bis hin zu den Herausforderungen der heutigen Zeit. Weiterlesen

Eine Tür geöffnet

Wer Saara Kalumbu begegnet, trifft auf eine engagierte Studentin, die MiniPic_HelenaPläne für die Zukunft hat. Sie ist kurz davor, ihren Bachelor in Englisch an der „Namibia University of Science and Technology“ in Windhoek abzulegen. Aktuell absolviert sie ein Praktikum an einer weiterführenden Schule. Saara würde gerne Redakteurin oder Lektorin werden.

Saara Kalombo ist kurz davor, ihr nglisch-Studium zu beenden.

Saara Kalumbu nutzt ihre Chance.

Als ich sie kennenlernte, wäre für sie nichts davon auch nur ansatzweise vorstellbar gewesen. Als eines von zehn Kindern wuchs sie in dem Dorf Oshalongo bei ihrer alleinerziehenden Mutter auf. Ihre Mutter war krank und hatte keine Arbeit, die Familie war kurz davor auseinanderzubrechen.

Führende Kräfte von morgen

„Keiner von uns hatte mehr Träume. Wir hatten das Leben fast schon aufgegeben“, sagt Saara heute. Wenn sie von „Wir“ spricht, dann meint sie nicht nur sich und ihre Geschwister, sondern auch all die anderen jungen Menschen, die denkbar schlechte Startbedingungen hatten und von der SOS-Familienstärkung unterstützt wurden. Saara hat das in einem bewegenden Brief an die SOS-Kinderdörfer formuliert. Sie schreibt: „Im Namen von Tausenden von Kindern, die kein Zuhause hatten oder deren Familien verzweifelt waren, möchte ich mich von Herzen bedanken. SOS hat uns das Gefühl gegeben, nicht alleine zu sein, sich um unsere Ausbildung gekümmert und damit unser Leben so radikal verändert, dass manche Straßenkinder Namibias zu den führenden Kräften von morgen werden – da bin ich sicher.“ Weiterlesen

Was alles in ihnen steckt

Leonie macht nicht nur selbst Karriere, sondern ermutigt auch andere junge Menschen, in ihre Kraft zu kommen.

Leonie

Léonie hat ihre Führungsqualitäten entdeckt. Sie traut sich eine Menge zu.

Flutura_MiniPic_dtLéonie und ich trafen uns zum ersten Mal  2015 in Casablanca, Marokko, beim „2030 Youth Coalition Workshop“. Es war ziemlich aufregend: Insgesamt 20 Jugendliche aus den unterschiedlichsten Ländern hatten sich versammelt, um ihre Meinungen und Ansichten zusammenzutragen und die Stimme der Jugend bei der strategischen Ausrichtung der SOS-Kinderdörfer bis 2030 zu vertreten. Schnell lernten wir uns kennen, arbeiteten intensiv miteinander und hatten gleichzeitig jede Menge Spaß.

Das nächste Mal sah ich Léonie bei einem Kongress in Innsbruck, wo es um Qualitätsstandards für die SOS-Kinderdörfer ging. Léonie und ich stellten schnell fest, dass wir viel gemeinsam haben. Wir beide fühlen uns sehr mit unserem SOS-Kinderdorf und unseren SOS-Geschwistern verbunden. Was Léonie in ihrer Heimat Elfenbeinküste erlebt hat, hat viel Ähnlichkeit mit meiner Kindheit in Albanien. Weiterlesen

Auf Wiedersehen, Laxmi!

Kosmetikladen

Laxmi und ihre Töchter vor ihrem Kosmetikladen. Von den Verdiensten kann die Familie gut leben.

Im Dezember 2017 hatte ich die Gelegenheit, verschiedene Familien zu Tsering_MiniPic2besuchen, die von der SOS-Familienhilfe unterstützt werden, darunter auch Laxmi, ihren Ehemann und ihre fünf Töchter. Die Familie ist kurz davor, auf eigenen Füßen zu stehen.

Als meine Kollegen Laxmi und ihre Familie zum ersten Mal trafen, lebten sie unter schrecklichen Bedingungen: Die Mädchen waren abgemagert und liefen in zerrissenen Kleidern herum, ungekämmt und schmutzig, das Dach des kleinen Hauses leckte, es gab nicht einmal genug Geschirr, um das Essen zuzubereiten.

Über lange Zeit hatten sie sich einigermaßen über Wasser halten können: Laxmis Ehemann hatte in einer Fabrik gearbeitet, Laxmi Gelegenheitsarbeiten im Straßen- oder Hochbau übernommen. Aber nach der Geburt ihrer jüngsten Tochter wurde Laxmi krank und fiel lange Zeit aus. Verwandte unterstützten die Familie. Als sich Laxmi allmählich erholte, erlitt ihr Mann einen schweren Unfall. Plötzlich war Laxmi alleine verantwortlich. Sie versuchte ihr Bestes, war froh, wenn sie zwei Mahlzeiten am Tag servieren konnte, aber all das war zu viel und entglitt ihr zusehends. Die Familie verlor den Boden. Weiterlesen

SOS-Jugendclub: Sich selbst entdecken

youth club

Der Jugendclub bietet verschiedene Aktivitäten an. Nebenbei lernen die jungen Menschen sich selbst besser kennen.

Für viele Jugendliche ist der SOS-Jugendclub ein wichtiger Ort. Sie haben hier dieFlutura_MiniPic_dt Chance, an verschiedenen Angeboten teilzunehmen, neue Ideen zu entwickeln, ihre Talente zu erproben, mit anderen im Team zu arbeiten – ihren Platz im Leben zu finden.

Als ich einige der Teilnehmer traf, war ich erstaunt über ihre Energie und Vitalität, über ihren großen Wunsch, mit Ambitionen und Hoffnungen in die Zukunft zu gehen. Eines war klar: Sie hatten das Gefühl, am richtigen Ort zu sein und die richtige Unterstützung zu bekommen. Ihre Begeisterung teilten sie gerne.

Morena Doku: „Ich komme immer in den Sommermonaten ins Jugendzentrum – alles hier mag ich und am meisten die Freundschaften, die ich schließe!“

Die Jugendlichen mit ihren Zertifikaten nach Abschluss des Englisch-Kurses.

Die Jugendlichen mit ihren Zertifikaten nach Abschluss des Englisch-Kurses.

Ledia Deliu: „Ich glaube, dass mir der Jugendclub helfen wird, mich selbst zu entdecken und herauszufinden, was ich in Zukunft tun möchte.“

Mariglen Visha: „Ich bin vor allem dankbar für das Training und den Englischkurs.“

Und dann war da noch Melanie Doku, deren Augen strahlten – sie erinnerte mich an mich selbst. Melanie sagte: „Der Jugendclub ist definitiv die beste Wahl für mich. Hier fühle ich mich frei, ich selbst zu sein, mich auszudrücken und andere ohne Vorurteile zu akzeptieren …. Der Jugendclub hilft uns, einen guten Umgang mit uns selbst und unseren Mitmenschen zu finden. “

Während die Jugendlichen erzählten, stand SOS-Sozialarbeiterin Majlinda Jajaj lächelnd daneben. Man konnte sehen, wie stolz sie war. Majlinda erinnerte sich: „Ich weiß noch, wie verunsichert sie anfangs waren … und schau dir jetzt an, welche Energie sie haben! Sie haben alles verändert: ihre Perspektive, Denkweise, Träume, manche sogar ihre Kleidung. Das ist nicht aufgesetzt, sondern ihre eigentliche Persönlichkeit – spürbar in allem, was sie tun.“

Um Hilfe zu bitten, ist oft der schwierigste Schritt

family

Maria und ihre Familie sind durch schwere Zeiten gegangen. Dass sie diese überwunden haben, ist nicht selbstverständlich.

Anfang 2016 klopfte Maria an die Tür des Büros der SOS-Familienstärkung bei uns Anton_MiniPicim Kinderdorf und sagte leise: „Ich schäme mich, euch um Hilfe zu bitten, aber ohne Unterstützung werden wir nicht überleben.“ Marias Sohn war damals drei Jahre alt und sie war schwanger mit ihrem zweiten Kind. „Wir waren eine glückliche Familie, aber jetzt hat sich alles geändert. Maxim, mein Mann, hat seinen Job verloren und wir kommen kaum über die Runden. Maxim hat angefangen zu trinken, was alles nur noch schlimmer macht – ständig streiten wir und unser Sohn bekommt alles mit. Das Jugendamt hat uns jetzt sogar gedroht, ihn uns wegzunehmen, wenn sich die Situation nicht bessert. Der Gedanke bricht mir das Herz. “ Weiterlesen

Aus dem Kinderheim zurück nach Hause

Als Primitiva sieben Jahren alt war, brachte ihr Vater sie in ein Kinderheim, weilAutorenbild_Libertad_deutsch er überzeugt davon war – oder mindestens hoffte, dass es ihr dort besser gehen würde. Die Eltern waren arm und sie fühlten sich außerstande, ihre sieben Kinder zu versorgen.

Familie

Wiedervereint: Die beiden Mädchen konnten das Heim verlassen und leben wieder bei ihrer Familie.

Im Heim war es schrecklich. Primitiva erinnert sich: „Es war eine geschlossene Einrichtung. Niemand kam rein oder raus. Da war keiner, an dem wir uns hätten orientieren können, keiner, der sich für uns interessierte. Wir sehnten uns nach Liebe. Jeder versuchte, mit der Situation klar zu kommen, der eine schaffte es besser, der anderen schlechter. Ich versank in Trauer.“ Weiterlesen

Tag der Bildung: was Ehemalige des Kinderdorfs Tirana heute machen

Wir haben miteinander gespielt, gelacht, gestritten, Geheimnisse Flutura_MiniPic_dtausgetauscht – und plötzlich waren wir erwachsen. Meine Freunde aus dem SOS-Kinderdorf Tirana begleiten mich auch heute noch, einige studieren, so wie ich, oder haben die Uni bereits hinter sich. Zum Tag der Bildung am 08.Dezember möchte ich Euch einige von ihnen vorstellen.

Ein starker Wille – Alfred Muharremi, 26 Jahre alt

Alfred Muharremi ist Kreditberater

Alfred träumt davon, für SOS zu arbeiten

Alfred ist für mich das beste Beispiel für den Erfolg der SOS-Kinderdorf-Arbeit in Albanien. Er war noch ein kleines Kind, als er ins Kinderdorf Tirana kam. Was ihn auszeichnet, ist ein starker Wille und eine Hartnäckigkeit, seine Träume umzusetzen – und damit ist er schon weit gekommen: Sein Studium der Bankbetriebslehre hat er mit besten Noten abgeschlossen und er arbeitet jetzt als Kreditberater bei der „Kredins Bank“, ist seit diesem Jahr glücklich verheiratet und leitet ehrenamtlich das Programm einer Hilfsorganisation. Ähnlich wie SOS unterstützt sie notleidende Kinder. Alfreds Vision für die Zukunft: „Ich möchte für die SOS-Kinderdörfer arbeiten. Da bin ich aufgewachsen und immer geliebt worden.“

 

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