Unterstütze keine Kinderarbeit – investiere in die Zukunft

120 000 Menschen sind an Brasiliens größtem und vollstem Flughafen „São PauloRodrigo_MiniPic International Airport“ in Guarulhos täglich unterwegs. Dieser Sammelplatz der unterschiedlichsten Nationalitäten und Währungen ist längst zum lukrativen Geschäft für Bettler geworden – besonders häufig werden Kinder losgeschickt. Sie fragen die Reisenden nach Geld, verkaufen Süßigkeiten oder putzen Schuhe. Ihren Verdienst müssen sie anschießend zuhause abgeben.

 

Um diese weit verbreitete Praxis einzudämmen und zu verhindern, dass Kinder ausgebeutet  werden, haben wir eine gemeinsame Aktion mit dem Flughafenbetreiber GruAirport und der Gemeinde Guarulhos ins Leben gerufen. Unser Motto: Unterstütze nicht das Betteln und die Kinderarbeit –investiere in die Zukunft!

An vielen Stellen am Flughafen stehen Spendenboxen und es läuft ein Infofilm. Wir bitten die Passagiere, gezielt für Projekte zu spenden, die den Familien der Kinder zu Gute kommen. Im Rahmen der SOS-Familienstärkung möchten wir gemeinsam mit ihnen Wege finden, die es ihnen ermöglichen, ihr Leben wieder in die Hand zu nehmen anstatt von den Almosen zu leben, die die Kinder erbetteln. Wir helfen je nach Bedarf in Bezug auf Gesundheitsvorsorge, Schule und Ausbildung für die Kinder oder langfristige Einnahmequellen für die Eltern, informieren über ihre Rechte.

Klar ist: Wenn Reisende den Kindern Geld geben oder ihnen Bonbons abkaufen, mag das gut gemeint sein, aber tatsächlich unterstützen sie damit eher die Misere, in der sich die Kinder befinden. Sie tragen dazu bei, dass die Kinder, um arbeiten zu können, die Schule abbrechen und gefährden ihre Zukunft.

Im April dieses Jahres haben wir mit der Kampagne begonnen, im Juli möchten wir mit den Familienstärkungsprogrammen starten. Dieser Weg ist viel aufwändiger als die schnelle Spende – aber er lohnt sich.

 

Eine Antwort auf Unterstütze keine Kinderarbeit – investiere in die Zukunft

  1. Beate sagt:

    Sehr gute Idee! Ich gebe Kindern imer etwas, sie tun mir einfach so leid… Aber sinnvoller ist es natürlich, wo anders zu investiieren

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