Arbeitsplätze für Eltern, Unterstützung für Kinder

Gärtnern

Gärtnern, um die Familie zu ernähren. Die SOS-Familienstärkung unterstützt Eltern und Kinder dabei, die Armut hinter sich zu lassen.

Nichts ist schmerzvoller als arm zu sein und keinen Ausweg zu finden. Du MiniPic_Helenahast nicht die Mittel, weißt nicht, wo du anfangen sollst. Ich kenne viele Eltern, die nachts weinen und deren Gedanken darum kreisen, wie sie ihre Kinder satt kriegen sollen und wie sie es ihnen ermöglichen sollen, weiter zur Schule zu gehen. Am schlimmsten ist es, wenn sie die Kinder statt in die Schule auf die Straße schicken müssen, zum Betteln oder Verkaufen, weil sonst das Geld nicht reicht. Und die meisten Mütter und Väter wissen genau, was das für ihre Kinder bedeutet, dass sie ihnen mit hoher Wahrscheinlichkeit alle Chancen nehmen.

Gartenbau

Viel Wert wird auch auf Zusammenhalt und gegenseitige Hilfe gelegt, so, wie bei diesem Anbauprojekt.

Eltern in ihre Kraft bringen

Mit der SOS-Familienstärkung konzentrieren wir uns deshalb darauf, Eltern in ihre Kraft zu bringen, sodass sie es sind, die das Geld für die Familie verdienen können und ihren Kindern die Liebe und Unterstützung, aber auch die Möglichkeiten geben, sich zu entfalten und zu Persönlichkeit heranzuwachsen. Das bedeutet alles für diese Kinder und auch für unsere Gesellschaft: Wir brauchen solche Menschen, die ihre Talente und Reife entwickeln können, mehr denn je.

Nähen

Die Projekte, die die Menschen umsetzen, sind vielfältig. SOS hilft mit einem kleinen Startkapital, das die Teilnehmer später zurückzahlen.

 

Unser Ziel ist es, die Eltern soweit zu unterstützen, dass sie möglichst bald auf eigenen Füßen stehen und die Armut hinter sich lassen können. Wir schulen sie in vielen Bereichen, zum Beispiel in Lebensplanung, Hygiene oder Finanzmanagement: Sie lernen, einen Businessplan zu erstellen, Buchhaltung und Gewinnberechnung durchzuführen. Sie werden dabei begleitet, Ideen zu entwickeln und umzusetzen, damit sie ein eigenes regelmäßiges Einkommen generieren können. Manche eröffnen ein kleines Geschäft, andere bieten bestimmte Dienstleistungen an, nähen oder gärtnern. Wir ermutigen die Teilnehmer in den Gemeinden von Ondangwa auch, sich gegenseitig zu unterstützen. Nicht nur in Krisenzeiten ist das ein unschätzbares Plus.

Bei all dem ist uns ganz wichtig, dass die Menschen nicht von unserer Hilfe abhängig werden! So fördern wir von Beginn an die Eigeninitiative. All die Projekte, die entstehen, werden von den Familien selbst initiiert. Die Familien bekommen von uns ein kleines Startkapital, das sie nach und nach wieder zurückzahlen. Es kommt anschließend anderen Teilnehmern zu gute.

Einer der schönsten Momente unserer Arbeit ist es, wenn wir uns wieder verabschieden – in dem Wissen, nicht mehr gebraucht zu werden.

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