Was alles in ihnen steckt

Leonie macht nicht nur selbst Karriere, sondern ermutigt auch andere junge Menschen, in ihre Kraft zu kommen.

Leonie

Léonie hat ihre Führungsqualitäten entdeckt. Sie traut sich eine Menge zu.

Flutura_MiniPic_dtLéonie und ich trafen uns zum ersten Mal  2015 in Casablanca, Marokko, beim „2030 Youth Coalition Workshop“. Es war ziemlich aufregend: Insgesamt 20 Jugendliche aus den unterschiedlichsten Ländern hatten sich versammelt, um ihre Meinungen und Ansichten zusammenzutragen und die Stimme der Jugend bei der strategischen Ausrichtung der SOS-Kinderdörfer bis 2030 zu vertreten. Schnell lernten wir uns kennen, arbeiteten intensiv miteinander und hatten gleichzeitig jede Menge Spaß.

Das nächste Mal sah ich Léonie bei einem Kongress in Innsbruck, wo es um Qualitätsstandards für die SOS-Kinderdörfer ging. Léonie und ich stellten schnell fest, dass wir viel gemeinsam haben. Wir beide fühlen uns sehr mit unserem SOS-Kinderdorf und unseren SOS-Geschwistern verbunden. Was Léonie in ihrer Heimat Elfenbeinküste erlebt hat, hat viel Ähnlichkeit mit meiner Kindheit in Albanien.

Gespräche mit Jugendlichen und Jungunternehmern

Seitdem sind wir Freundinnen. Umso mehr freue ich mich, dass Léonie jetzt von der „Internationalen Youth Coalitition“ (IYC) ausgezeichnet wurde. Obwohl sie erst 25 Jahre alt ist, hat sie schon eine Menge erreicht. Léonie arbeitet als Kommunikationsleiterin bei der Golf-Vereinigung Elfenbeinküste, sie hat einen Master in „Amerikanistik“ und hat außerdem eine gemeinnützige Organisation gegründet, die benachteiligte Kinder unterstützt.

Treffen Innsbruck

Treffen der Youth Coalition in Innsbruck. Die junge Frau im weißen Oberteil ist Léonie, rechts daneben stehe ich.

Seit 2016 hat sie bereits 2000 Kindern aus Waisenhäusern und armen Familien auf vielfältige Weise geholfen: mit Schulausrüstung, Essensausgaben und Spiele-Tagen. Ihr großes Ziel ist es, eine Farm zu eröffnen, die „Farm des Herzens“: Hier möchte sie jugendliches Unternehmertum fördern. Speziell Mädchen sollen dabei unterstützt werden, in ihre Kraft zu kommen und eine selbständige Existenz aufzubauen.

Léonie ist der Youth Coalition sehr dankbar. Sie sagt: „ Die IYC hat meine Führungskompetenzen erweckt! Ich habe nicht geahnt, was ich alles kann. Heute weiß ich, dass eine Menge möglich ist.“

Ihre Zielstrebigkeit setzte sie auch in den SOS-Kinderdörfern ihres Landes ein. Sie absolvierte ein Praktikum bei SOS und organisierte dort eine „Sensibilisierungs-Tour“: Sie reiste mit jungen Unternehmern von Kinderdorf zu Kinderdorf ihres Landes. Die Gruppe gab ihre Erfahrungen weiter und diskutierte mit den Kindern und Jugendlichen über Themen wie Führung, Gemeinschaft, Unternehmertum, Schule, soziales Engagement und Toleranz. Léonie sagt, dass die Jugendlichen sie als Vorbild ansehen. Sie bemühe sich deshalb umso mehr.

„Ich bleibe mit ihnen in Verbindung. Wenn sie Rat brauchen oder über etwas sprechen wollen, bin ich da. Ich lade sie auch zu Konferenzen außerhalb des Kinderdorfs ein, ermutige sie zu erforschen, was alles in ihnen steckt.“

Léonie hat große Visionen für ihre NGO und ihre Karriere. Aktuell wartet sie darauf, dass ihr Thema für ihre Doktorarbeit bestätigt wird, sodass sie ihre Studien fortsetzen kann.

Ich bin sehr gespannt… Für mich repräsentiert Léonie weibliche Führung der besten Art.

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